Höhere Gewalt - und ihre Grenzen (Fahrkarten und Angebote)

Mario-ICE, Montag, 01.03.2010, 13:50 (vor 6002 Tagen) @ Hustensaft

Wenn die Bahn bei Problemen mehr im Fokus und in der Kritik steht als andere Verkehrsunternehmen, so kann das einfach Pech sein, vielleicht hat es aber auch Gründe!?! Natürlich sind bei der Bahn mehr Kunden betroffen als bei einem Flieger, was die Sache nicht einfacher macht. Aber die Flugbranche versteht es beispielsweise regelmäßig besser, derartige Probleme zu kommunizieren und dem Kunden verständlich zu machen. Dort ist es - wieso auch immer - meist auch möglich, recht schnell (verbindliche) Informationen bereitzustellen und Personal, welches die Kundschaft mit kleinen "Goodies" (Kaffee, Kekse etc.) bei Laune hält; an eine generelle Öffnung der Lounges, der Kantinen o.ä. - um wenigstens ein paar Leuten warme Sitzplätze bieten zu können - denkt bei der Bahn aber niemand. Wo sich Kunden alleine gelassen vorkommen, eskaliert der Unmut nun einmal schneller - wieder hausgemachte Bahn-Probleme.

Eigentlich gibst du dir doch die Antwort selber. Eisenbahn ist ein viel komplexeres System als der Flugverkehr. Die 240 ausgefallenen Flüge in Frankfurt sind ein Bruchteil von dem was allein in NRW an Zügen unterwegs ist. Und das an einer überschaubaren Anzahl von Zugangsstellen (sprich Flughäfen) anders kommuniziert werden kann als auf Bahnhöfen und Haltepunkten liegt ebenfalls auf der Hand. Die Vergleiche enden da immer so wie die Äpfel mit den Birnen.
Das es auf den unterschiedlichen Bahnhöfen mehr oder weniger Infos gibt hat sicher nicht die große DB zu verantworten, sondern sind oftmals auch subjektive Probleme vor Ort.


Und auch zum guten Schluss wieder hausgemachte Bahnprobleme: Ein Teil der Probleme müsste nicht sein, wenn entlang der Bahnstrecken der Grünschnitt konsequent vorgenommen würde. Weitere Probleme kämen nicht auf, wenn man dem Kunden gegenüber ehrlich wäre und sich womöglich auch herabließe, die betrieblichen Probleme ein wenig zu erläutern - Otto Normalkunde sieht im Bahnhofsvorfeld nur diverse Züge leer stehen und fragt sich, warum denn kein Ersatzzug los fahren kann.

Mit dem Grünzeug hat "liebe 70" schon was geschrieben. Bitte wen interessiert denn wirklich die betriebliche Situation? Das sind ein paar Hobbyeisenbahner, die sowieso alles besser wissen. Den Normalverbraucher interessiert das in der Regel eher weniger, der möchte so schnell wie möglich sein Ziel erreichen.


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