Schienenverkehrszuwachs in Europa (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Sonntag, 21.02.2010, 22:40 (vor 5887 Tagen)

Ich hab mir mal angeschaut, wie sich in Europa die jährliche Bahn-Nutzung pro Einwohner von 2003 bis 2008 verändert hat:

 1. Schweiz         +38%  (1751 km -> 2422 km)
 2. Lettland        +28%  ( 331 km ->  424 km)
 3. Belgien         +26%  ( 795 km -> 1000 km)
 4. Österreich      +24%  (1008 km -> 1253 km)
 5. Grossbritannien +22%  ( 695 km ->  850 km)
 6. Norwegen        +22%  ( 479 km ->  582 km)
 7. Finnland        +20%  ( 642 km ->  773 km)
 8. Irland          +19%  ( 400 km ->  475 km)
 9. Frankreich      +14%  (1203 km -> 1377 km)
10. Deutschland     +11%  ( 842 km ->  934 km)
11. Niederlande      +8%  ( 855 km ->  920 km)
12. Schweden         +7%  ( 736 km ->  791 km)
13. Dänemark         +7%  ( 999 km -> 1065 km)
14. Slowenien        +7%  ( 389 km ->  415 km)
15. Tschechien       +4%  ( 636 km ->  661 km)
16. Spanien          +1%  ( 499 km ->  505 km)
17. Slowakei         -3%  ( 429 km ->  418 km)
18. Italien          -4%  ( 811 km ->  782 km)
19. Polen            -8%  ( 509 km ->  466 km)
20. Ungarn          -19%  ( 740 km ->  597 km)

(Quelle: UIC-Statistik gemäss LITRA, Top 20 Länder nach Bahnkilometern 2008)

Auffällig finde ich, dass die Hochgeschwindigkeits-Länder Frankreich/Deutschland mässig und Spanien/Italien katastrophal abschneiden. Belgien und Grossbritannien haben gute Zahlen, aber ich bezweifle, dass das an den relativ wenigen Strecken mit mehr als 200km/h liegt.

Meine Interpretation dieser Statistik ist einmal mehr: Wenn man, zugunsten der CO2-Bilanz, möglichst viele Reisen in die Bahn bekommen will, braucht man nicht in erster Linie prestigeträchtigen HGV, sondern zuverlässigen und flächendeckenden Nah- und Mittelstreckenverkehr mit geringen Wartezeiten (durch integralen Taktfahrplan mit hohem Takt).


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