ETCS/LZB (Sammelantwort) (Allgemeines Forum)

sb, Dienstag, 27.06.2017, 14:09 (vor 3195 Tagen) @ bahnmuffel

Vielen Dank für Deine Rückmeldungen:

Zulässige Geschwindigkeit unter SR in Deutschland V_NVSTFF ist (...) 40 km/h. Eine Erhöhung für L2oS ist wohl an Sicherheitsaspekten gescheitert

– (...): Polemik entfernt –

Dann wären jüngste DB-Unterlagen des BTFS falsch (hatte mich schon etwas gewundert):

"Maximale Geschwindigkeit für Betriebsart SR (V_NVSTFF): 40 km/h
Hinweis:
- Für Bereiche „ohne Signale“ gilt abweichend davon abschnittsweise der Wert V_NVSTFF = 100 km/h (siehe Kapitel 4.10).
[- Für "Beginn der Zugfahrt mit SR Authorisation" gilt abweichend davon der Wert V_NVSTFF = 20 km/h (siehe Kapitel 2.1.5)]
"

Bleibe bitte beim Thema ohne geographisch abzuschwenken: Auf der VDE8.2 Erfurt – Halle/Leipzig (siehe Thema und Fragestellung) sind sämtliche Tunnelröhren eingleisig; daher stellt sich diese Frage hier nicht.


Zur Erinnerung: VDE 8.1 ist ebenfalls eine L2 ohne Signale Strecke

VDE 8.1 ist daher anders zu bewerten als VDE 8.2; Thema war aber VDE 8.2.

Die GSM-R Ausleuchtung auf der VDE 8.2 ist bis auf wenige kurze Abschnitte durch Überlappung redundant.


Könntest Du das näher beschreiben, da eine schlichte Überlappung benachbarter Funkzellen nur das Handover sicherstellt; wäre gut, wenn die DB auch hierbei endlich von SBB/BLS gelernt hätte.

mit Überlappung waren keineswegs die Zonen für das Handover gemeint, sondern die an vielen Stellen durch geschicktes Aufstellen und Überreichweiten erzeugte Doppelausleuchtung

Eben; das ist der erhoffte Lernprozess.

Dann beschreib' das doch mal und beantworte mir meine Frage zur EBO ganz konkret...


Das Verfahren zum Durchfahren gestörter Funkbereiche macht quasi aus dem Bereich ohne Funk einen Block (Stellwerk(e) stellen eine Fahrstraßenkette durch den Bereich ein), Zug durchfährt diesen Bereich komplett. An das Fahrzeug wird Paket 68 mit Track Condition "Radio hole" für den Bereich ohne Funk gesendet, welches für diesen Bereich die Überwachung auf Ablauf von T_NVCONTACT aussetzt

Soweit ist mir das schon bewusst, aber gemäß EBO dürfte dann auch nur mit V=160 km/h gefahren werden, weil keine "Führung" der Züge (d.h. kontinuierliche Signalisierung/Zugbeeinflussung) möglich ist.

Ferner hat eine Fahrstraßenfortschaltung durch ein Funkloch hindurch Auswirkungen auf die Zugfolgezeit (vgl. Fahrplanentwurf 2018 mit gebündelten ICE Erfurt – Leipzig in der einen Stunde bzw. Erfurt – Halle/Leipzig in der anderen Stunde), welche mittels zusätzlicher Blocksignale behebbar wären; ein Einsatz der PZB statt ETCS L1 hätte den zusätzlichen Vorteil einer Unabhängigkeit von Störungen der ETCS-Fahrzeugeinrichtungen.

Man kann (das schließt die SRS nicht aus) in L1 ebenfalls ohne sichtbare Signale fahren.

Wie würde Deiner Meinung nach die konkrete Implementierung von L1oS auf der VDE 8.2 unter Einhaltung der EBO (oder einer angepassten EBO mit mindestens gleicher Sicherheit) aussehen?

In China gab es Strecken dort wurde in ETCS L1 weit über 200 km/h gefahren.

China ist in diesem Zusammenhang irrelevant, da dort die EBO und folglich deren gesetzliche Anforderungen keine Gültigkeit haben.


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