ETCS/LZB (Sammelantwort) (Allgemeines Forum)

SPFVG, Sonntag, 28.05.2017, 16:44 (vor 3238 Tagen) @ sb

...und dennoch führt DB Netz noch ein "Upgrade" der LZB auf CIR-ELKE auf einigen HGV-Strecken durch... (Der Link https://fahrweg.dbnetze.com/file/fahrweg-de/7587410/uYcWr_Jy1qiY-LRy85KDwIQTiBQ/1204994... war Ende 04/2017 noch aktiv und auch Google hat noch Inhalt im Hash(?) der Suchmaschine gespeichert.)


Das müssen sie, da für die alte LZB kein Hersteller für Ersatzteile mehr am Markt ist. Auf der Riedbahn musste die LZB ganz abgeschaltet werden. Die wird erst wieder in Betrieb genommen, wenn auf CIR-ELKE hochgerüstet wurde.


Auch Augsburg – Donauwörth soll (2018) erfreulicherweise auf CIR-ELKE hochgerüstet werden, obwohl dort seit Inbetriebnahme der SFS München – Ingolstadt – Nürnberg nur noch wenige Züge mit V>160km/h verkehren und der VDV erst jüngst (2017) forderte, den dauerhaften Signalversuch mit Sk-Signalen zu beenden.

Na wenn die LZB dort so wie so nicht wichtig ist, kommt hoffentlich keiner auf die Idee das Umrüsten auf CE zu lassen, um stattdessen pures ETCS zu installieren. Die Sk-Signale würde dann einfach abgebaut, somit wäre dem Wunsch des VDV ebenfalls Rechnung getragen.

Bei einem streckenseitigen ETCS-Ausfall bringt es rein gar nichts, wenn alle ICEs mit ETCS ausgerüstet wären und die Strecke aber nur mit ETCS, weil dieses dann ja gar nicht nutzbar wäre...

Hmm was meinst Du mit einem streckenseitigen Ausfall? Streckenseitig gibts mangels Signalanlagen nicht mehr viel, oder meinst Du die die GSM-Funkzellen? Ja WENN die ausfielen, dann bräche Chaos aus. Mit dem Argument könnte man aber genauso fordern das komplette Streckennetz der DB mit ETCS als Rückfallebene auszustatten, denn WENN die Signalanlagen ausfielen, bräche das gleiche Chaos aus.

Bei der LZB wurde anfangs doch auch lange mit der Ausfallsicherheit getestet, am Ende hat man sich dann auf einen Verbund aus 3 Rechnern geeinigt dich sich gegenseitig kontrollieren bzw. bei Ausfall ersetzen können. Ich gehe einmal davon aus, dass ETCS genauso sicher geplant ist und das gleiche für die GSM-R-Basisstationen gilt.

Aufgrund der deutlichen Vorzüge dieser Schnellfahrstrecke im Vergleich zur Altstrecke sollte auch bei Ausfall der Regelebene eine voll funktionsfähige Rückfallebene einen weiterhin attraktiven Betrieb ermöglichen.

Tja da sprichst Du indirekt ein weiteres Problem an: Für den Notfall gibts auch noch eine parallele Altstrecke als "Backuplösung". Wieso also in ein weiteres Backup teuer investieren?

Solange wir nur über seltene Notfälle reden und nicht über tägliche Regelfälle, ist das eine annehmbare Lösung. Natürlich keine optimale, sondern eben eine "Notlösung" für den Notfall.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum