ETCS-Kritik selten opportun; Class B partiell weiterführen? (Allgemeines Forum)

ICETreffErfurt, Eisenach, Sonntag, 28.05.2017, 09:08 (vor 3227 Tagen) @ mrhuss

Die LZB dagegen wahr aufbauend auf PZB.


LZB baut nicht auf PZB auf, die haben nichts miteinander zu tun. Die LZB-Strecken in Deutschland haben nur "zufällig" auch noch ortsfeste Signale mit PZB.

In den 1960er gab es zwei Möglichkeiten die 200 km/h im Fernverkehr technisch umzusetzen.

Einmal hätte man den Vorsignalabstand auf 1500 Meter erhöhen können und wäre mit punktueller Beeinflussung die 200 km/h gefahren. Das haben ja einige Länder so ähnlich umgesetzt, um sich Neuentwicklungen zu sparen.

Das Problem wäre, dass man sämtliche Strecken hätten anpassen müssen, was aufwändig und teuer gewesen wäre. Und man hätte die EBO komplett überarbeiten müssen. Zudem hätten alle Fahrzeugrechner mit neuen Daten wie Bremskurven für neue notwendige Geschwindigkeitsprüfabschnitte programmiert werden müssen.

Die zweite Möglichkeit ist die Ausrüstung der Strecken mit einer von PZB unabhängigen Technik, die keine Änderung an der Blockeinteilung der Strecke erfordert. Daraus hat sich dann die LZB entwickelt, die eben zusätzlich eingebaut wurde und von nicht-LZB-Fahrzeugen schlicht einfach ignoriert werden kann.

Außerdem überträgt LZB die Daten kontinuierlich und gilt deswegen als sicherer und bringt zusätzliche Funktionen.

Hätten sich damals RFF und Bundesbahn damals zusammengesetzt und ein gemeinsames System entwickelt, gäbe es heute keine ETCS. Dann hätten sich die anderen Länder einfach daran angeschlossen.


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