Kein Brechen (Allgemeines Forum)

Sören Heise, Region Hannover, Montag, 19.08.2013, 12:28 (vor 4615 Tagen) @ bskf

Die Pünktlichkeit ist aber häufig der Knackpunkt.

Zustimmung.

Es gab mal eine Aussage von einem Herrn M., der sagte, man müsse stärker zu Kurzläufern übergehen, um mehr Zuverlässigkeit in den Betrieb zu bekommen. So verkehrt finde ich den Ansatz nicht. Selbst mit Kindern und viel Gepäck finde ich bahnsteiggleiche Umstiege (selbst bei etwas Wartezeit) nicht so tragisch.

Das wiederum sehe ich anders. Jeder Umstieg ist eine Komfortminderung.
Dazu kommt, daß man einen bahnsteiggleichen Umstieg (normalerweise) nur zwischen maximal zwei Fernzügen himbekommst und natürlich die sicherungstechnischen Voraussetzungen gegeben sein müssen. Und wenn dann zwei vollbesetzte ICE-Doppeltraktionen sich über eine Treppe quetschen müssen...
Auch gibt es Reisende, die über die großen Knoten hinausfahren. Ob nun ein Fernreisender Leipzig - Hamburg oder ein Berliner, der am Südkreuz einsteigt, weil das bequemer zu erreichen ist. Verspätungen. Anschluß weg.

Dazu kommt, daß kurze Aufenthalte in den Knoten mit diesem Konzept nicht machbar sind. Selbst wenn der Zug statt vier dann zehn Minuten steht, es wird auf Fahrzeugmehrbedarf hinauslaufen.

Selbst in großen Knoten wie Frankfurt und Köln ist es eine größere Zahl an Reisenden, die weiterfährt. Ich halte daher ein Brechen von Zugläufen nur aus Pünktlichkeitsgründen für nicht sinnvoll. Besser wäre es, vor und nach wichtigen Bahnhöfen einige Minuten Luft einzuplanen. Wenn's denn geht. Selbst das dürfte nicht überall so einfach sein wie in Berlin (tief).


Viele Grüße,
Sören

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