9. und 10. Gleis, "Stresstest" (Allgemeines Forum)

611003 3, Mittwoch, 01.12.2010, 15:59 (vor 5619 Tagen) @ Mario
bearbeitet von 611003 3, Mittwoch, 01.12.2010, 15:59

Hi Peter,

Es kann natürlich sein, dass im Moment Änderungsverfahren im Gange sind, die die Lage des Bahnhofstrogs verändern. Das vordringlichste Problem scheint mir, dass im Norden mit dem neuen Bahnhofsgebäude tatsächlich ohne Not der Raum für eine sinnvolle Erweiterung um ein zehntes Gleis verbaut wird.

Wenn man sich die Pläne mit dem 2010er-Entwurf (2-2-2-2) so ansieht, dann stellt man fest, dass hin zum Bonatzbau einiges an Platz gelassen wurde. Bei der vorhergehenden Planung (2-3-2-3) ging die Bahnhofshalle bis unmittelbar zu den Funamenten des Bonatzbaus.

Ich frage mich, welchen Grund dieser große Puffer im Süden hin zum Bonatzbau beim aktuellen Plan hat. Dort wäre wohl ohne weiteres Platz für ein weiteres Gleis samt Außenbahnsteig. Im Norden jedoch würde man mit solch einem zusätzlichen Außengleis schon extrem dicht unter das Fundament des neuen Bahnhofsgebäudes kommen, was eine nachträglich Ergänzung sehr fraglich macht. Und um eben hier noch etwas Platz bei der Bahnhofshalle einzuzsparen, könnte man dann wie gesagt wieder den alten 2-3-2-3-Entwurf hernehmen. Denn 10 Perrongleise an 5 Mittelbahnsteigen brauchen natürlich weniger Platz als 10 Perrongleise an 4 Mittel- und 2 Außenbahnsteigen. Wenn man also wirklich zehn Gleise möchte, dann würde sich dies anbieten.

Die andere Möglichkeit, also ein Anfügen der zwei neuen Gleise im Norden, geht ja kaum, die der LBBW-Bunker den Weg nach Norden versperrt. Wenn man um diesen noch rumkommen wollte, dann müsste man hier eine sehr enge S-Kurve fahren, was nicht wirklich empfehlenswert ist. Aber ein Gleis, so wie oben beschrieben, wäre sicher noch zu machen.

Das wird noch sehr interessant werden, zumal die Gegner - wie ich eben im Radio gehört habe - den Schlichterspruch offenbar für null und nichtig erklärt haben und neue Eskalationen androhen.

Geißler sagt ja, dass zwei Gleise mehr her sollen und die Zulaufstrecken verbessert werden müssen. Dass das alles so werden soll, ist ja nicht unbedingt Pflicht. Ich bin in dem Punkt mit den Kosten etwas unsicher. Denn, wenn man normal ohne Über- oder Untertreibung rechnet... kommt man da denn noch mit den 4,5 Milliarden und all den Verbesserungen hin oder ist der Rahmen dann unhaltbar?
Ich bin ja größtenteils den Tiefbahnhof, weil mir das mit den Zulaufstrecken und Bahnsteigen zu runtergerechnet erscheint und mir die Mappuspolitik nicht ganz hasenrein vorkommt. Und es natürlich schöner ist, von oben in die Stadt zu fahren. Aber das letzte ist wohl nicht so hochgewichtig.


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