Transcript des Schlichtungsspruches Punkt 11 - Anmerkungen (Allgemeines Forum)

Mario, Dienstag, 30.11.2010, 23:40 (vor 5620 Tagen) @ ICE-T-Fan

3.) Die Gäubahn bleibt aus landschaftlichen, ökologischen und verkehrlichen Gesichtspunkten erhalten und wird leistungsfähig zum Beispiel über den Bahnhof Feuerbach an den Tiefbahnhof angebunden.

So wäre theoretisch auch ein Ringverkehr ähnlich K21 für Hbf - Flughafen möglich, wenn man möchte. Ob es was bringt, ist die andere Frage.

4.) Im Bahnhof selber wird die Verkehrssicherheit entscheidend verbessert. Im Interesse von Behinderten, Familien mit Kindern, älteren und kranken Menschen müssen die Durchgänge, gemessen an der bisherigen Planfeststellung, verbreitert. Die Fluchtwege sind barrierefrei zu machen.

Hier ist es aus meiner Sicht interessant, wie man das 9. und 10. Gleis integrieren wird. Aus meiner Sicht könnte man hier das alte Layout mit der Lichtaugenanordung in 2-3-2-3 hernehmen (heute 2-2-2-2) und es modifizieren. Bei diesem hätte man drei Bahnsteige mit je zwei Gleisen und jeweils außen noch ein Gleis mit Außenbahnsteig. Hier müsste man die beiden Außenbahnsteige entsprechend verbreitern und noch je außen ein neues Gleis einfügen. So hätte man einen Bahnhof mit fünf Bahnsteigen mit je zwei Gleisen, also insgesamt 10. Wenn ich mir die alten Pläne ansehe, dann müsste das platzmäßig sicher noch irgendwie gehen. Siehe hier:
http://www.taz.de/uploads/hp_taz_img/xl/stuggitown.jpg

5.) Die bisher vorgesehenen Maßnahmen im Bahnhof und in den Tunnels zum Brandschutz und Entrauchung müssen verbessert werden. Die Vorschläge der Stuttgarter Feuerwehr werden berücksichtigt.

Was in der Schlichtung leider nicht gesagt worden ist war, dass es für die Speisung der Trockenleitung selbstverständlich auch unterwegs von oben/außen mehrere Möglichkeiten gibt, Löschwasser in diese einzuspeisen. Die Horrorzahl mit 40 Minuten bis zur Mitte es Fildertunnels bei der Einspeisung nur von Tunnelportal aus, ist damit entkräftet. Seltsam nur, dass dies die DB bzw. die Stadt nicht klargestellt haben. Hier übrigens noch zwei interessante Zeichnungen der Tunnelquerschnitte:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4d/4-05m_Tunnelquerschnitt.png
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a7/4-05m_Tunnel_Rettungsfahrzeuge.png

6.) Für das Streckennetz sind folgende Verbesserungen vorzusehen

* Erweiterung des Tiefbahnhofs um ein neuntes und zehntes Gleis

Zur Integration in den Bahnhof habe ich oben schon was geschrieben. Hier würde mich der dadurch neu entstehende Gleisplan brennen Interessieren.

* Zweigleisige westliche Anbindung des Flughafen Fernbahnhofs an die Neubaustrecke

Die eingleisige Verbindung ist schon planfestgestellt und kann bereits gebaut werden. Für das zweite Verbindungsgleis habe ich diesen Plan gefunden:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/73/Flughafenschleife_Stuttgart_21.png
Ob es für das optionale zweite Gleis auch schon zumindest eine Art Vorgenehmigung gibt?

* Zweigleisige und kreuzungsfrei angebundene Wendlinger Kurve

Existiert für die sog. große Wendlinger Kurve nicht schon eine Planfeststellung? Wir ist so, als hätte ich dies mal gehört. Herr Leuschel hat diese Option in der 2. Runde mal vorgestellt.

* Anbindung der bestehenden Ferngleise von Zuffenhausen an den neuen Tunnel von Bad Canstatt zum Hauptbahnhof

Soll das dann die P-Option sein? Anscheinand ja.

* Ausrüstung aller Strecken von S21 bis Wendlingen zusätzlich mit konventioneller Leit- und Sicherungstechnik

Mir wäre es neu, wenn die Strecke ausschließlich mit ETCS geplant gewesen war. Bitte korrigiert mich, falls ich hier falsch liege.

Die Deutsche Bahn AG verpflichtet sich einen Stresstest für den geplanten Bahnknoten Stuttgart 21 anhand einer Simulation durchzuführen. Sie muss dabei den Nachweis führen das ein Fahrplan 30% Leistungszuwachs in der Spitzenstunde mit guter Betriebsqualität möglich ist. Dabei müssen anerkannte Standards des Bahnverkehrs für Zugfolgen, Haltezeiten und Fahrzeiten zur Anwendung kommen. Auch für den Fall einer Sperrung des S-Bahn-Tunnels oder des Fildertunnels muss ein funktionierendes Notfallkonzept vorgelegt werden. Die Projektträger verpflichten sich, alle Ergänzungen der Infrastruktur, die sich aus den Ergebnissen der Simulation für notwendig erweisen, bis zur Inbetriebnahme von S21 herzustellen. Welche der von mir vorgeschlagenen Baumaßnahmen, wie ich es eben getan habe, zur Verbesserung der Strecken bis zur Inbetriebnahme von S21 realisiert werden, hängt von den Ergebnissen der Simulation ab.

Das heißt dann also S21-10gleisig gegen K20, was im Tiefbahnhof 25% mehr Bahnsteigkapazität bedeutet. Dazu habe ich an anderer Stelle schon ausführlich was geschrieben. Ich denke, dass diese Simulation zwar relativ einfach zu mache ist. Doch ob und wie es die Gegner anerkennen werden, steht auf einem ganz anderen Papier. Hier dürfte es dann wieder neuen Zündstoff geben.


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