1 h schneller => mehr Angebot/Nachfrage? (Allgemeines Forum)

naseweiß, Montag, 20.09.2010, 11:10 (vor 5760 Tagen) @ ice-t-411
bearbeitet von naseweiß, Montag, 20.09.2010, 11:11

In deiner Argumentation wären die Fahrgastzahlen aber völlig unabhängig von der Fahrzeit. Wenn man über 1 Stunde schneller ist sollte man davon ausgehen, dass man mehr Fahrgäste anlocken kann, sonst würde man nirgends eine NBS bauen.

Das ist die Frage.

Ich würde gerne versuchen die Effekte der Westerwaldachterbahn aufzuzeigen:

Davor gab es durch das Rheintal 3 stündliche IC-Linien (Nürnberg, Stuttgart, Basel), dazu einen zweistündlichen IR, in der Summe also 3,5 Züge/h.

Heute durchs Rheintal:
- Linie 31/91 (2-h-Takt)
- Linie 30 (2-h-Takt)
- Linie 32 (lückenhafter 2-h-Takt, IR-Halte)
Über den Westerwald:
- Linie 41 (Stundentakt)
- Linie 42 (2-h-Takt)
- Linie 43 (2-h-Takt)
- Linie 79/78 (lückenhafter 2-h-Takt)
- Dazu noch diverse Shuttle (der Einfachheit wegen 2-h-Takt)
Das wären in der Summe 4,5 Züge/h. Das ist keine gewaltige Steigerung der Zugzahlen. Wie es mit der Entwicklung der Fahrgastzahlen aussieht, kann ich nicht sagen. Nur die alten IC waren sicher nicht von schlechten Eltern, was die Zuglänge und Auslastung angeht. Dazu muss man bedenken, dass Montabaur und Limburg noch Nachfrage generiert haben, ohne die die SFS noch schlechter stünde.

Irgendwas wird in Deutschland im Vergleich zu Frankreich auf der einen und der Schweiz auf der anderen Seite falsch gemacht :-(


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