Konzept ICE-Verbindungen München-Berlin ab 2017 (PM) (Allgemeines Forum)

NIM rocks, Sonntag, 19.09.2010, 19:42 (vor 5761 Tagen)
bearbeitet von NIM rocks, Sonntag, 19.09.2010, 19:42

Hi,

in der Thüringer Allgemeinen wurde letztens das Konzept für die Neubaustrecken Ebensfeld-Erfurt und Erfurt-Halle/Leipzig vorgestellt:

Das jetzt anlaufende Betriebskonzept soll also mit Eröffnung der Neubaustreck(en) beibehalten werden. Die über Augsburg verkehrenden Züge fahren im Norden über Halle, die über Ingolstadt verkehrenden Züge fahren im Norden über Leipzig. Ich hoffe mal, dass die Züge dann zwischen Nürnberg und Erfurt einen sauberen Stundentakt bilden.

Interessant wäre auch, ob die Tagesrand-ICE durchs Saaletal außerhalb der neuen SFS (also Leipzig-Berlin und Nürnberg-München) die Takt-ICE ersetzen oder ob diese zusätzlich zu den Takt-ICE fahren. Sollte Ersteres eintreten, entstünde nämlich jeweils eine Lücke im Stundentakt, was ich der DB zutrauen würde.

Hier noch der Artikel aus der Thüringer Allgemeinen:

http://weimar.thueringer-allgemeine.de/web/weimar/startseite/detail/-/specific/Neue-ICE...

Neue ICE-Trasse: Sprinter sollen nicht in Erfurt halten

Die Deutsche Bahn hat intern ein erstes Konzept für den Fernverkehr vorgelegt für die Zeit ab 2017, wenn die ICE-Neubaustrecke durch Thüringen fertig wird. Es geht davon aus, dass die ICE-Linie von Berlin nach München in vier Varianten operiert - und nicht alle sind optimal für Thüringen.

Erfurt. So wird es neben Sprinterzügen auch Verbindungen über die Altbaustrecke mit Stationen in Jena und Saalfeld geben, allerdings nur in Tagesrandlagen. Das Konzept sieht vor, am Morgen einen Zug von Leipzig nach München anzubieten. Abends soll je ein Zug von Berlin nach München und von München nach Berlin rollen mit der Option auf ein zweites Zugpaar. Zwar fährt der ICE weiter auf der Saalebahn, allerdings haben in vergleichbaren Fällen Züge in Tagesrandlagen nicht lange überlebt, weil sie von den Kunden nur zögerlich angenommen werden. Tagsüber fehlt eine Anbindung mit Fernzügen nach München und viel wichtiger nach Berlin.

Ostthüringer Fahrgäste müssen den Umweg über Erfurt und die entsprechenden Mehrkosten in Kauf nehmen. Dort sollen laut Konzept im Stundentakt Züge nach Berlin und München abfahren. Diese nehmen unterschiedliche Routen. Linien, die von München über die Schnellfahrstrecke über Ingolstadt nach Nürnberg kommen, nehmen im Norden den zeitlich längeren Weg über Leipzig. Fahren die Züge im Süden über die langsamere Strecke über Augsburg, wählen sie im Norden die schnellere Tour über Halle nach Berlin. Die Züge sollen acht Minuten in Erfurt halten, um den Übergang zu den ICE nach Dresden und Frankfurt zu ermöglichen.

Als vierte Variante sieht die Bahn Sprinterzüge vor. Sie sollen durch entsprechend kurze Fahrzeiten mit dem Flugzeug konkurrieren. Das gelingt, indem zwischendurch nicht gehalten wird. Ärgerlich für Thüringen, das große Summe aus dem eigenen Verkehrsetat in den Streckenbau investiert: Die schnellsten ICE über die Neubaustrecke fahren durch, halten nicht einmal in Erfurt. Dafür rechnet die Bahn intern mit einer Fahrzeit zwischen Berlin und München von 3:30 Stunden bis 3:45 Stunden. Das Angebot soll es vor allem morgens und abends geben.

Eine Bahnsprecherin wollte sich auf OTZ-Anfrage nicht zum Konzept äußern, da es sich um Planungsstände handele.


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