Aussperrungen und Streikbeteiligung korrelieren idR (Allgemeines Forum)

ffz, Dienstag, 05.03.2024, 12:10 (vor 977 Tagen) @ gnampf

Hallo,

bis jetzt ist bei jedem GDL-Streik die Streikbeteiligung gesunken, da ja jedes GDL-Mitglied die individuelle Wahlfreiheit hat für sich zu entscheiden sich am Streik zu beteiligen oder eben auch nicht. Beim ersten Streik war die Beteiligungsquote noch über 90%, beim letzten Streik waren es knapp über 75% Beteiligungsquote.

Die meisten Mitarbeiter der DB AG die keine GDL Mitglieder sind, sind das bewusst und die wird auch eine Aussperrung eher nicht dazu bewegen in die GDL einzutreten.

Ist auch völlig logisch, denn das Streikgeld kann nur einen Teil des Lohns ausgleichen und fehlt einem zum Schluss in der Rente und bei der Krankenversicherung, da auf Streikgeld keine Sozialabgaben abgeführt werden. Zudem unterliegt das Streikgeld dem Progressionsvorbehalt, sprich spätestens beim nächsten Steuerbescheid vom Finanzamt kommt das böse erwachen, wenn man dann je nach Summe des Streikgeldes noch mal einige 100€ bis einige 1000€ an das Finanzamt überweisen darf.

Ja es gibt einen Bedarf nach Tf, aber meistens gibt es auch Gründe warum bestimmte Unternehmen keine Tf finden bzw die Tf das Unternehmen schnell wieder verlassen. Geld ist nicht alles, dazu kommt auch die Stimmung, das Einsatzgebiet und natürlich die Sozialleistungen. Was nützt dir eine vom Arbeitgeber gestellte BahnCard 100 (1. Klasse), wenn du deine Freizeit im Zug verbringst, weil du zum nächsten Einsatzort fahren musst und dir diese Zeit nicht bezahlt wird, sondern nur die Fahrzeit oder du einen Firmenwagen bekommst und du die Freizeit auf der Auftobahn verbringst??

Auslandsfreifahrten, Fahrvergünstigungen im Ausland, Fahrvergünstigungen im Inland und das alles auch für Angehörige, bietet in dem Umfang eigentlich nur die DB AG und das wissen die meisten Mitarbeiter auch.


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