EU: Möglichkeiten zu Lückenschluss (AMS-K, KA-Basel?). (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 25.04.2022, 15:52 (vor 1442 Tagen) @ Re 8/12
bearbeitet von Oscar (NL), Montag, 25.04.2022, 15:52

Hallo Re 8/12,

AMS-K: Randstad Holland und Ruhrgebiet, zwei Metropolregionen mit je 5 bis 8 Mio. Einwohnern in einem Abstand von 200 km: Einen idealeren Anwendungsfall für HGV kann man sich fast nicht vorstellen (vgl. "Faustregel" ab Min. 13:48). Konkrete Trassenvorschläge könnten den Stein vielleicht ins Rollen bringen.

Und genau bei der Trassierung sind die Probleme. Selber favorisiere ich Utrecht-Köln, mit Anschlüssen bei Nijmegen und Venlo, sowie Abstecher nach Duisburg und Düsseldorf. Hinzu sind zahlreiche "Light"-Varianten möglich mit mehr Kompromissen (längere Reisezeiten), die dafür dann weniger kosten.
Amsterdam-Utrecht würde ich eher so lassen. Utrecht hat eine wichtige Knotenfunktion, weil hier auch die Verkehre aus Den Haag und Rotterdam hinzukommen.

Anfang des Jahres wurde hier in NL schon bedacht, ob die Bahn Kurzstreckenflüge überflüssig machen könnte. Mein Beitrag dazu hier.
Ich stelle fest, dass Bremen, Hamburg, Hannover und bald auch Berlin in der 6-Stundenzone von Amsterdam sind. Das ist bei München, Basel und Zürich noch nicht so. Mit besagter Rennbahn aber schon.

Für Karlsruhe - Basel SBB (ca. 190 km) ist 1:30 vorgesehen. Seit Jahren kommt immer wieder mal (auch hier) die Frage auf, ob das nicht um eine weitere halbe Stunde beschleunigt werden könnte.

Dann müsste man die Strecke nonstop fahren, am besten highspeed an Offenburg und Freiburg vorbei. Andere ICEs halten dann in KA-OG-FR-Basel.
Nun ist die Strecke nicht für diesen Verkehr trassiert worden. Idealerweise hätte man 2 Renngleise, 2 Cargogleise und 2 Regiogleise. Durfte aber ein bisschen teuer sein.

Wo ich gerade dabei bin: mit meiner Rennbahnidee hätte man auf NL-DE:
a. 2 Renngleise (Utrecht-Köln, Rennbahn K-F)
b. 2 Cargogleise (Betuweroute, Ostumfahrung DU-D-K-rechtsrheinisch)
c. 1-2 Regiogleise (Utrecht-Arnhem-Oberhausen-Duisburg-ABS200-Köln-linksrheinisch)

Dabei geht es meistens um die (m.E. untaugliche) Idee, Basel SBB vom Fernverkehr abzuhängen, z.B. neulich wieder hier (Abschnitt "SBB versus DB") und hier. Ein weiterer Vorschlag soll demnächst in der Eisenbahn-Revue präsentiert werden.

Basel SBB auslassen: bin ich mir nicht sicher.

1a. Ja, die Knotenfunktion von Basel SBB ist wichtig. Heisst aber nicht, dass alle Züge dort halten müssen. In Belgien ist Antwerpen ja auch Knoten und eurostar hält dort nicht. In Deutschland halten ICEs in Frankfurt Süd die nicht im Hbf halten. Aber sowohl in Antwerpen als in Frankfurt sind ausreichend Anschlüsse vorhanden.
1b. Dafür haben in CH die Internationalen auch einen nationalen Komponent. Einzelne beschleunigte Züge sind in CH nicht gerne gesehen. Taktzüge werden (m.M.n. zurecht) vorrängig behandelt.

2. Mit der Umfahrung von Basel SBB gewinnt man nur wenig Zeit, dafür lässt man erheblich Potential aus. An Lille, Paris und Lyon kann man highspeed vorbeifahren. Dort lohnt sich das, zumal Lille und Lyon eigene Züge nach Paris haben.


gruß,

Oscar (NL).

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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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