Sammelantwort Rennbahn Stuttgart- Zürich. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Sonntag, 01.05.2022, 22:47 (vor 1439 Tagen) @ Langsamfahrstelle

Langsamfahrstelle:

Warum sollte DE X Milliarden aufwenden, um eine NBS für 300 km/h von Stuttgart nach Zürich zu bauen?

Eh... aus demselben Grund, warum CH X Milliarden aufwendet, um Zürich näher zu München zu bekommen??? ;)

Die Topographie ist doch etwas schwierig im Vergleich zum Rheintal, und dort wird auch nicht für 300 gebaut.

Ich verstehe das auch nicht. Sogar die Chinesen bauen ihre Rennbahnen in (für deren Begriffe) schwierigem Gelände nur für 250 km/h.

Arctocebus:

In der Realität werden noch nicht mal die bisher noch vorhandenen eingleisigen Abschnitte zweigleisig...

Das finde ich auch krass und das gilt auch für die Abschnitte Kaldenkirchen-Dülken und Rheydt Hbf-Odenkirchen zwischen Venlo-Köln... auch hier Eingleisigkeit.
Gut, ich soll nicht meckern, denn die Brücke bei Ravenstein (Strecke Den Bosch-Nijmegen) und der Abschnitt Deventer-Olst (Strecke Arnhem-Zwolle) sind auch eingleisig und dort fahren auch "IC"s...

Re 8/12:

Es geht um nicht mehr und nicht weniger als eine schnelle Verbindung zwischen der Schweiz (gegen 10 Mio. EW) und Mitteldeutschland.

Henrik:

Da liegt eine bestehende vor, im Rheintal, viergleisig, HGV.

Tja, wir sind nunmal nicht in China. Die Chinesen hätten die Strecke wohl 6- oder sogar 8-gleisig gebaut: zwei Gütergleise, zwei Regiogleise, zwei Ferngleise (KA-(30)-OG-(30)-FR-(30)-Basel) und als Option zwei Ultra-HGV-Gleise (KA-(60)-Basel). Aber auch die Chinesen hätten nicht zusätzlich eine 300er Rennbahn gebaut die parallel an einer potentialreicheren 250er Rennbahn und nur 100 km von der 250er Strecke entfernt liegt.

Re 8/12:

Das Ansinnen, hier HGV einzuführen, muss wohl als (nahezu) definitiv gescheitert bezeichnet werden.

Kommt halt drauf an, was man unter HGV versteht. In Deutschland wäre 250 km/h vmax schon HGV. Was Du meinst, wäre eher "Ultra-HGV". So wie in FR/ES/IT/CN/JP. Dann müsste man die Oberrheintalstrecke anders bauen = so wie eine Autobahn. Mannheim wäre immer noch HGV-Knoten (meinetwegen halbstündlich wie in Deutschlandtakt vorgeschlagen), aber ein "ICE International" als Ultra-HGV-Zug würde Amsterdam(-Utrecht?)-Köln-Frankfurt-Basel(-Zürich?)-Mailand fahren (nur diese Halte*). Nun weiss ich nicht, ob für solche Ultraschnellverbindungen die Nachfrage besteht.

* Utrecht wäre Einsammelort für die südliche Randstad = Den Haag und Rotterdam. Ohne Halt in Utrecht müsste Köln nebst NRW und Belgien auch die südlichen NL (Den Haag, Rotterdam, die brabantischen Städte) einsammeln (was nur vernünftig ginge mit meinem Rennbahn-Vorschlag Utrecht-Köln, wo dann IC200-Züge der NS als Zubringer verkehren).
Zürich ist einer der einwohnerreichsten Ballungsräume der Schweiz; andererseits könnte man auch einen Ultra-HGV-Zug Zürich-Mailand-Bologna-Rom-Neapel.

PhilippK:

Stuttgart ist die sechstgrößte Stadt in Deutschland. In der Metropolregion Stuttgart leben rund 2,7 Mio Einwohner - ungefähr genau so viele wie in den Metropolregionen München oder Wien. Und die Metropolregion Zürich bringt es auf rund 1,7 Mio Einwohner.

Es ist verführerisch zu denken, wir verbinden alle Ballungsräume Deutschlands mit Ultra-HGV (und ja, so denke ich auch manchmal, z.B. Schwarzwald-Basistunnel Achern-Stuttgart ermöglicht Strasburg-Stuttgart 0:35-0:40, Paris-Stuttgart 2:30, Paris-München 720 km in 4:00).
So wie die Chinesen das machen. Nur mit dem Unterschied, dass eine durchschnittliche CN-Stadt etwa so viele Einwohner hat wie ein DE-Ballungsraum.

naseweiß:

Zurich - Nürnberg sollte auch über das Allgäu schneller gehen. Zürich - Augsburg ca. 3:20 (vgl. Zürich - München) und weitere 1:10 nach Nürnberg sind 4:30.

Zu Zürich-Augsburg: dann muss auch Buchloe-Augsburg elektrifiziert werden. Ist das schon geplant?

Muss man z.B. nur 45 min beschleunigen und man erreicht deine gewünschte Zeit. Sollte günstiger sein als SFS über Stuttgart zu bauen.

Wo sollten die 45 Minuten hergeholt werden?

Re 8/12:

HGV war in der Schweiz bisher kein Thema - weder für den inländischen noch für den internationalen Verkehr. Wenn man aber bedenkt, wie stark wir wirtschaftlich mit dem umgebenden Europa verflochten sind, könnte sich dies mittelfristig durchaus ändern.

Diese Gedanke hat Tschechien auch. Rennbahnen nach Dresden-Berlin, Warschau, via Ostrava nach Krakau und via Brno-Breclav nach Wien-Budapest. Einerseits nationale 200-230 km/h Züge und andererseits 300-320 km/h internationale Züge (ggf. Velaro CZ). Nur müssen wir bis 2050 warten, bis das ganze steht.

Dann kann man sagen: wenn CZ das mit weniger Einwohnern und pro Einwohner relativ weniger Bahnaffinität hinkriegt, wieso CH nicht?
Antwort: die Kraft in CH befindet sich im nationalen System, in dem die Internationalen integriert sind. Dadurch ist ICE/TGV fahren in CH genauso selbstverständlich wie ein SBB-IC.
Ein wesentlicher Unterschied mit NL, wo Thalys, ICE und eurostar über die Nationalen erhoben sind (auch wenn diese mit den neuen IC-Triebwagen 200 km/h über die HSL-Zuid fahren).


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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