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J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 10.02.2022, 21:02 (vor 1518 Tagen) @ Re 8/12
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 10.02.2022, 21:03

Ich präsentiere ein anderes Szenario.

2 Dinge werden mit den geplanten Maßnahmen geschehen:

Eine Reisezeitverkürzung Salzburg - Innsbruck durch die Neubaustrecke (ich gehe mal davon aus, dass man dort ein wenig was von mitnehmen kann) mit einer Stabilisierung der Zuverlässigkeit (welche für den Korridorverkehr wie gesagt eigentlich ziemlich hoch ist nach meinen Erfahrungen).

Und der Ausbau Neumarkt - Salzburg mit weiteren Reisezeitverkürzungen. Vielleicht findet man hier und da noch Raum für gewisse Verbesserungen entlang der Bestandsstrecke, um so die Reisezeit ohne eine kostspielige Neubaustrecke, dessen Bedarf und Potenzial schlicht und ergreifend den hohen Aufwand nicht rechtfertigen kann (wir reden hier auch mit oberirdischen Anteilen von größeren Tunnels, wenn es irgendwie realistisch sein soll). Achja, oberirdische Anteile. Glaubst du wirklich, dass da kein Widerstand kommt, der dann sogar ziemlich berechtigt ist?

Wir reden von einer Strecke im Hochgebirge. Auch mit abenteuerlichen Steigungen, die dadurch die Nutzbarkeit verringern (ich hoffe, man geht weiterhin von lokbespannten Zügen ohne Extratraktion bei dem Personenverkehr aus in diesem Vorschlag), kann man einfach nicht leugnen, dass dies erstmal wenig Sinn stiftet.

Wenn wir entlang der Region um der Giselabahn wesentliche Verbesserungen, warum auch immer, anstellen wollen, dann können sie zusätzlich geschehen. Denn natürlich wird diese ihre Aufgaben im österreichischen Geflechte erfüllen. Vielleicht kann man hier und da ein paar Verbesserungen in der Streckenführung erreichen, zweigleisig ausbauen, damit das Angebot dort lokal verbessern.

Ich bin mir sicher, dass sich etwas finden lässt, wo Kosten und Nutzen in einem realistischen Verhältnis zueinander stehen.

Es gibt aber eben Dinge wie den Vorschlag von V+R, da ist für mich zumindest von vornherein klar, dass wir über eine Kosten-Nutzen-Analyse nicht reden muss, ein kurzer Überriss mit groben Annahmen, die das Verhältnis halbwegs gut widerspiegeln, wird dies bereits mit einer klaren Sprache bestätigen, wo keine detaillierte Analyse notwendig sein wird.

Aus den genannten Gründen: der Korridor birgt keine ernsthafte Relevanz, Salzburg - Innsbruck müsste wesentlich mehr ausgebaut werden, um an Relevanz zu gewinnen, was wiederum dem Aufwand nicht gerecht wäre. Nochmal, es gibt keine guten Gründe, zwischen Salzburg und Innsbruck das Auto zu nutzen. Ich habe meine Argumente nun mehr als einmal dargelegt, ich fürchte, wir werden da nicht viel neue Ideen finden. Vielleicht gehen wir das von einer anderen Perspektive an: was würde es konkret im Zusammenhang mit dem Nordzulauf bringen, eine extra Neubaustrecke zu bauen? Die wenigen Züge sind nicht der Grund, warum das ganze Ding gemacht wird. Ohne diese wird man rasch sehen, dass freiwerdende Slots ohne weiteres sofort ausgelastet sein werden. Da könnte ich was drauf wetten. Der Drang ist jetzt schon ziemlich groß.

Achja, aktueller Stand ist, dass man schaut, ob man einen SEV kriegt. Das ist derzeit noch keine Zusage. Ich persönlich hätte kein Problem, die Nacht im Zug zu verbringen, mal schauen.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky


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