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J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 10.02.2022, 20:04 (vor 1519 Tagen) @ Re 8/12
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 10.02.2022, 20:06

Das wäre sicher auch nicht dümmer als die Idee einer NBS Salzburg-Bischofshofen-Wörgl ... Okay, wäre auch schwierig, was noch Dümmeres zu finden ;-) ...


Hast du gemeint, der VR-Vorschlag gehe über Bischofshofen? Dann müsstest du dich vielleicht einfach erst mal informieren ;)

By the way, Vieregg-Rösslers Plan hätte auch keine besonders schnellen Strecken im Angebot. Nur 160 km/h. Was gewinnst du schon damit?


Ein knappe halbe Stunde.

Also 3:45h statt 4:15 Stunden Wien - Innsbruck. Nicht besonders beeindruckend. Salzburg - Innsbruck wird sicher interessanter sein, aber Salzburg - Innsbruck ist nicht unbedingt jetzt die zentrale Relation, mit der man so eine „Ich mache eine halbgare Lösung, um die Nimbys zu besänftigen“-Lösung rechtfertigt.

Ich hab mir nochmal die VDE8 angeschaut. Sind doch bis zu 3 Fernzüge pro Stunde auf sehr relevanten Relationen.

und damit wird man seitens DB Netze nicht glücklich.

Und da fahren ja auch noch REs drüber, das Ding nach Sonneberg namentlich.

So. Jetzt denk nochmal nach und lege mir dar, in wiefern diese Beschleunigung des Verkehrs Salzburg - Innsbruck wirklich die hohe Relevanz birgt. Innsbruck ist nicht vergleichbar mit Zürich. Die Strukturen und Bedeutung sind andere.


Ich sag es dir mal so. Ich sitze im RJX 169 aus Zürich und befinde mich gerade jetzt just auf dem Korridor. Ich habe mir ein Upgrade erster Klasse zum Preis von 27,40€ erworben, da die zweite Klasse stark ausgelastet ist und ich a bisserl Ruhe und Komfort wollte.

Die Nachfrage ist meiner Beobachtung nach saisonal, die Reservierungen gehen oft bis Wien. Auch in der 1. Klasse ist die Auslastung nicht gering. Gut, in einem 7-teiligen Railjet um die Zeit nicht so verwunderlich.

Was will ich damit sagen? Wenn meine bisherigen Beobachtungen mich richtig führen, geht es bei Fahrten über den Korridor um Langstreckenreisende. Die Bahn ist schon jetzt wesentlich schneller als das Auto und fährt öfter als der Flieger. Wer nicht die Bahn nimmt, wird auch mit einer halben Stunde Zeitersparnis nicht auf den Zug wechseln. Da müsste es mehr geben. Eine Stunde Zeitverkürzung vielleicht.

Weder das eine noch das andere steht in irgendeinem Verhältnis zu den Kosten. Konstruiere einen günstigen Bypass, der Güterverkehr erlaubt und dem entspricht, was die Relevanz hergibt, und eine sinnvolle Diskussion wird ermöglicht.

So bin ich davon überzeugt, dass die Planer sich wohl die Idee von V+R angeschaut haben, energisch den Kopf schüttelten und sich darauf verständigten, in der Antwort darzulegen, wieso die sinnvollere Lösung nicht funktioniert.

Und dafür reichen eben wegen der kürzeren Streckenlänge 160 km/h durhaus. Die Strecke über Rosenheim hat eben etliche Langsamfahrstellen

Eine Langsamfahrstelle ist meines Verständnisses nach eine nicht reguläre Reduzierung der Geschwindigkeit aufgrund des Streckenzustandes. Als Fahrgast wären mir mehrere derselbigen nicht bekannt.

und auch eine markante Ecke bei Bad Endorf - oder anders gesagt: Sie kurvt sie eine Sightseeing-Tour durchs schöne bayrische Alpenvorland.

Das kann ich jetzt nicht wirklich nachvollziehen. Der Knick bei Bad Endorf ist nicht sonderlich lang. Verglichen mit einer typischen österreichischen Strecke ist die Bahn recht flott. Von Rumkurven zu sprechen ist doch übertrieben. Wenn du rumkurven willst, nimmst du die Semmering-Bergstrecke.

Freilich wird die Geduld im Zuge des Verzichts auf einen völlig überzogenen Ausbau ohne einen ernsthaften zu erwartbaren Zuwachs mit einer sehr schönen Landschaft belohnt. Und so leicht kann man derzeit sonst nicht mal eben durch Deutschland fahren. Selbst zu Zeiten der Grenzschließungen fuhr der Zug zuverlässig über den Korridor. Damit wären etwaige regionalpolitischen Begründungen gänzlich hinfällig.

Es hat sich auf meiner Fahrt, ich befinde mich bereits hinter Traunstein, während ich den in Deutschland so weitverbreiteten Rollgeräuschen lausche, begeben, dass man fast zum Stehen kam.

Dies ist jedoch kein Grund zur Sorge. Obwohl der Fahrplan an sich zugeschnitten auf passgenaue ITF-Knoten ist, sind wir weiterhin gut im Zeitplan. Ich bin zwar nicht so häufig über den Korridor unterwegs gewesen, konnte jedoch die typischen Beschwerden diesbezüglich nicht nachvollziehen. Meine Züge fahren pünktlich. Das WLAN funktioniert exzellent, ebenso das Datenroaming. Ich würde sofort mit jenen tauschen, die so unzufrieden mit einer Fahrt über den Korridor sind. Achja, bezüglich der planmäßigen Fahrzeit habe ich noch nie Beschwerden mitbekommen. Seien wir uns mal ehrlich, das Auto als Konkurrenz hat hier auch einfach kaum eine Chance.

Wer das Auto auf dem Korridor nutzt, ist selbst Schuld und hat keine guten Ausreden. Ich nehme es zur Kenntnis, dass die Existenz der Bahn als Alternative manchen gar nicht in den Sinn kommt, obwohl diese längst ihre Konkurrenz auf der Straße in Zeit und Komfort überflügelt hat. Wie gesagt, da müsste was größeres hin, um diese Blechfetischisten zu überzeugen.

Der VR-Vorschlag könnte auch teilweise einspurig ausgeführt werden.

Dann ist er noch wertloser, da man sich dadurch bei Ausweichen Geschwindigkeitseinbrüche einhandelt.

Er ist nicht perfekt,

Er wird in dieser Form nicht benötigt.

aber eben doch 'good enoug', um zwei Probleme zu lösen,

Mittelmäßig, damit sollte man sich bei der Bedeutung solcher Investitionen nicht zufriedenstellen. Die Korridorverkehr werden passiv vom Ausbau profitieren. Eine Bündelung kann ohnehin vorteilhaft sein-

die zweite Schnellbremsung? Beim ersten Mal kurz hinter der Grenze ist anscheinend der Hauptschalter rausgeflogen, zumindest war der Strom kurz weg. Dabei ist man schon hinter Teisendorf. Dann wird‘s wohl doch eine kleine Verspätung geben…

nämlich das der zu langen Fahrzeit Salzburg-Innsbruck und (mindestens teilweise) das Kapazitätsproblem im Unterinntal. Die Kosten müsste man erst mal genauer anschauen.

Man baut jetzt gerade eine Strecke an Wörgl vorbei als Fortsetzung der 2 Tunnel aus der Serie „Fast&Furious, Tyrol edition“. Österreich sagt ganz eindeutig damit, wo die Reise hingeht. Und sie geht nicht nach St. Johann in Tirol.

Jetzt bin ich aber schon enttäuscht. Mein Zug steht einfach so hinter Teisendorf. Heute werde ich wohl nicht den sonst so zuverlässig erreichten Anschluss zum CJX in St. Pölten erreichen. Schade.

Hätte sich sonst nahtlos an meine völlig ereignislosen Zugfahrten über den Korridor angereiht. Und ich bin nicht erst zum dritten Mal hier gefahren.

Damit wird sich mein Aufenthalt in Deutschland verlängern. Wenn die Vorsehung es so will, dass ich als Deutscher-


ein Unfall mit Personenschaden? Mama mia, ich will nicht in der Haut des Lokführers stecken. Jetzt wartet man auf Rettungskräfte :/

--
Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky


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