DE/CZ: Ansatz einer Rennbahn München/Nürnberg-Pilsen. (Allgemeines Forum)

Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 29.03.2021, 13:44 (vor 22 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Twindexx, Montag, 29.03.2021, 13:47

Hoi Oscar,

Dass Zürich und München die grössten Wirtschaftsräumen im deutschsprachigen Raum sind, wäre mir neu.
Dann müssen Rhein/Ruhr/Sieg und Rhein/Main/Neckar wirtschaftlich etwas falsch machen.
Oder ich soll "gross" und "Wirtschaftsraum" anders definieren.
(...oder die Regionen sind inzwischen dermassen "verdenglischt" dass sie nicht mehr als deutschsprachig ernstzunehmen sind...)

Die ABS 48 wurde von der Deutschen Bahn als die Verbindung zwischen den beiden wichtigsten Wirtschaftsräumen nördlich der Alpen betitelt. Erzählt die DB da etwa Blödsinn? ;-)

Wir reden hier über dieselbe DB, welche ihre eigene Bahnlinie von München an die tschechische Grenze ausbauen müsste. Also genau die DB, welche die von ihr so betitelte ABS 48 im absoluten Sparausbau für gerade mal alle zwei Stunden einen 187 Meter langen SBB Neigezug hergerichtet hat, der unterwegs noch immer mit 70 km/h durch Bahnhöfe schleicht. Und jetzt übertragen wir das mal auf München-Prag, jeweils mit dem Hintergedanken, dass Zürich-München immer mehr laufen wird als München-Prag.
Auch wenn @SPFVG von einem Planungsauftrag spricht, so braucht man da nicht allzuviel erwarten. Planungsaufträge sind recht und billig, um die Leute bei der Stange zu halten. Solche Planungsaufträge gibts seit zig Jahren für Stuttgart-Singen auch ständig, das Resultat ist bekannt: Effektiv gebaut wurde nur zwischen Schaffhausen und Eglisau, zwar auch teilweise auf deutschem Gebiet, aber an einer Schweizer Bahnlinie mit Schweizer Geld.

Gehen wir rein nach dem BIP, ist Rhein/Ruhr tatsächlich die grösste Wirtschaftsregion in Deutschland, gefolgt von München. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl ist Rhein/Ruhr aber recht bescheiden unterwegs und man hört von dort meist nur immer, dass die Städte dort alle pleite sind. Davon hört man aus der Region München nichts und aus der Schweiz auch nichts.

Neigezüge haben den Nachteil, dass man die Infra dafür ertüchtigen muss und Nicht-Neigezüge davon nicht profitieren können.

Das ist aber nur in Deutschland mit der GNT als separate Zugsicherung so. In der Schweiz ist der Aufwand dafür deutlich überschaubarer, da keine separate Zugsicherung notwendig ist. Eine Aufrüstung auf ETCS würde dieses Problem auch in Deutschland lösen.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13 und IR 70:
Mehr Informationen zum SBB FV-Dosto.


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