Nie ohne Gu..., pardon, Stempel. (Fahrkarten und Angebote)

br752, Mittwoch, 26.08.2020, 23:51 (vor 2148 Tagen) @ VT642

Nabend,

neulich wieder in Koeln auf den Weg nach Basel angekommen. Der Rhein-IC war nicht da. So ein Mist, also musste ich auf die SFS mit dem ICE nach Mannheim. ICE Schaffner hat das Ticket klaglos akzeptiert. Eine Freigabe gab es nicht. Einen Verspaetungsstempel auch nicht.

Nun war ich aber "2 Takt-Stunden" zu frueh in Mannheim. 2 Stunden, nicht 1 Stunde? Ja, weil der IC durch den geplanten Umweg ueber Bonn-Beuel nach der Knotenzeit in Mannheim angekommen waere. Die 45 Minuten Pause waren also so vorgegeben.

Gebucht:
   IC  K  ab    17:00 via Rhein und Bonn-Beuel. Ausfall
   IC  MA an    19:45
                      Umstieg Mannheim
  ICE  MA    ab 20:30

Gefahren:
  ICE  K     ab 17:00 via SFS
  ICE  MA an    18:25
                      Umstieg Mannheim
  ICE  MA    ab 18:30 Stehengelassen
  ICE  MA    ab 19:30 Mit Freigabe gefahren
  ICE  MA    ab 20:30 Mein Fahrplanzug


Ich war also 2 Takt-Stunden zu frueh in Mannheim und hatte keinen Verspaetungs-/Anschlussverlustbescheinigung oder einen Freigabestempel!
Wessen verschulden war es nun, dass ich 2 Stunden frueher in Mannheim war? Was tun?

- 2 Stunden in der Lounge Kaffee trinken und auf den Zug auf der Fahrkarte warten?
- In den gerade passend einlaufenden ICE nach Basel einsteigen obwohl ich ja erst in 2 Stunden fahren soll?
- Vorher am Bahnsteig Zugchef des ICE fragen ob Mitfahrt in Ordnung ist?
- Freigabe im Reisezentrum holen? Das geht aber nicht in 5 Minuten.

Soll heissen: Aufgrund des Anschlussverlustes in Koeln, mit zu erwartender Verspaetung am Zielort von mehr als 20 Minuten, war die Zugbindung aufgehoben. Wie kann ich nun dem Zugchef im/am ICE erklaeren, dass die Zugbindung aufgehoben ist?

Ich habe mich fuer eine Frage beim Zugchef am Bahnsteig entschieden.
Hier die Kurzform:
"Ich bin durch einen Anschlussverlust in Koeln 2 Stunden frueher in Mannheim. Darf ich mitfahren?"
"SSP. Zugbindung. Nein oder sie sie kaufen eine neue Fahrkarte."

Da gab es keinen Spielraum und einfach Fakten schaffen waere nicht klug gewesen. Also der ICE war weg. Im Reisezentrum hat man mein Problem verstanden. Ich bin dann noch 30 Minuten in die Lounge geganten, habe Kaffee getrunken und dann den naechsten ICE genommen. Damit war ich immer noch eine Stunde frueher unterwegs als auf der Fahrkarte angegeben.

Was ist das nun? Kulanz? Muss man in so einem Fall warten? War das korrekt vom Zugchef? Das ist ein so dunkel grauer Bereich, den ich nicht wirklich geregelt haben wollte.

Kurz gefragt: Muss man auf seinen fahrplanmaessigen Anschlusszug warten, wenn man durch einen Anschlussverlust frueher am Umsteigebahnhof ist? Ist die Zugbindung weiterhin aufgehoben, wenn man durch eine SFS wieder Zeit aufgeholt hat?

Eigentlich will ich diese Fragen nicht ausdiskutieren oder darueber sprechen, sondern nur aufzeigen, dass die "einfachen Antworten", auch von so manchem DB Mitarbeiter, nicht immer hilfreich sind!


BR752

PS: Die Fahrplanverhaeltnisse sind sinngemaess dargestellt. ;-)

PS2: Schlussendlich war ich nur 30 frueher am Ziel, da der ICE, mit dem ich ab Mannheim gefahren bin, einen planmaessigen Aufenthalt von 25 Minuten in Karlsruhe hatte um einen Anschluss abzuwarten. Leider hat uns der Zug, auf den wir gewartet haben, nicht puenktlich erreicht.


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