Einfach einsteigen (Fahrkarten und Angebote)

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 25.08.2020, 14:33 (vor 2029 Tagen) @ keksi

Hallo keksi,

Doof nur wenn dann dee Zug doch erreicht worden ist oder, es alles geklappt hätte..

...dann?

Werfen wir doch einfach Mal einen Blick in die BBPV, in Deutschland ist ja bekanntlich eh alles geregelt:

9.1 9.1.1 Weiterbeförderung/Fahrpreiserstattung

Muss vernünftigerweise davon ausgegangen werden, dass der Reisende mit einer Fahrkarte der Produktklassen ICE, IC/EC oder mit einer zuggebundenen Fahrkarte am Zielbahnhof gemäß Beförderungsvertrag mindestens 20 Minuten verspätet ankommen wird, hat er unverzüglich die Wahl zwischen (i) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung bis zum Zielbahnhof bei nächster Gelegenheit oder (ii) der Fortsetzung der Fahrt oder der Weiterreise mit geänderter Streckenführung bis zum Zielbahnhof zu einem späteren Zeitpunkt. Er kann dabei auch den Zug einer höherwertigen Produktklasse benutzen. Die Benutzung eines reservierungspflichtigen Zuges oder eines Sonderzuges ist allerdings nicht gestattet.


Und:

9.1.4 Der Reisende kann insbesondere dann vernünftigerweise mit einer Verspätung nach den Nummern 9.1.1 bis Nr. 9.1.3 am Zielbahnhof rechnen, wenn diese über mindestens einen der nachfolgenden Informationskanäle bekanntgemacht wurde: (i) Aushangfahrpläne und ausgehängte Informationen über Fahrplanänderungen in Bahnhöfen, (ii) elektronische Anzeigen und Lautsprecheransagen in Zügen und auf Bahnhöfen, (iii) Fahrplaninformationen aus Buchungssystemen personalbedienter Verkaufsstellen sowie (iv) verfügbare Fahrplaninformations- und Reisendeninformationsmedien, insbesondere das Fahrplanauskunftssystem im Internet unter www.bahn.de. Die Übergangszeiten für planmäßige Umstiege (Umsteigezeiten) orientieren sich an der elektronischen Fahrplanauskunft unter www.bahn.de. Das Gleiche gilt, wenn der Reisende eine vom Beförderer oder vom Bahnhofsbetreiber ausgestellte Bestätigung vorlegen kann, aus der sich eine Verspätung nach den Nummern 9.1.1 bis Nr. 9.1.3 ergibt.


Bei +12 Prognose für Köln bei 10 Minuten Übergang können Reisende also vernünftigerweise davon ausgehen, dass das nicht klappt. Dass Züge Verspätungen aufholen können und wo wissen gute Zugpersonale (leider nicht alle - ich denke aber, du kannst das ganz gut einschätzen) und natürlich Vielfahrende, das kannst du aber nicht von allen Reisenden erwarten. Deshalb gibt's die Regel so wie sie ist - und gehen manche Kolleg_innen gibt's sogar die Regel, dass eine Bestätigung des Bahnhofs- oder anderem Zugpersonals im Zweifel zählt.

Kannst du mir Mal (gerne auch Privat) erklären, wie du ableitest, dass es Pech des Reisenden ist, wenn der Anschluss dann doch geklappt hätte? M.E. gibt das weder der Tarif, noch das Handbuch Zub her. Ich würde deinen Gedankengang gerne verstehen.

Grüssle, JeDi, in letzter Zeit zum Glück von größeren Katastrophen bei selbst begleiteten Zügen verschont geblieben

--
Weg mit dem 4744!


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