Aus anderer Sicht! (Fahrkarten und Angebote)

Bahngenießer, Dienstag, 25.08.2020, 23:03 (vor 2030 Tagen) @ VT642

Abgesehen davon, dass sich die DB natürlich an die Regelungen halten muss, und in bestimmten Fällen verpflichtet ist, die Zugbindung aufzuheben, muss man hingegen aber auch bedenken:

Es gibt Fahrgäste, die es bewusst darauf anlegen. Beispiel:
Jemand kauft sich eine IC-Fahrkarte von Frankfurt (Main) nach Mönchengladbach über Wiesbaden/Mainz - Koblenz - Köln. Da er in Köln nur eine sehr knappe Umsteigezeit hat, freut er sich riesig, dass sein IC von Frankfurt nach Köln wenige Minuten Verspätung hat. Denn nun muss er von einem Anschlussverlust in Köln ausgehen, wäre normalerweise weit mehr als 20 Minuten später am Zielbahnhof.
Aber er lässt sich in Frankfurt direkt die Zugbindung aufheben und fährt ruck-zuck mit dem ICE über die Schnellstrecke via Siegburg/Bonn und ist dadurch weder pünktlich am Ziel noch verspätet, sondern sogar noch mit einer Stunde Verfrühung. Oder anders ausgedrückt: Er fährt mit dem Schnellstrecken-ICE zum Schleuder-Preis des Rheinstrecken-Bummel-IC.

Um Missverständnisse zu vermeiden:
Auch ich habe Verständnis dafür, dass der Reisende pünktlich am Zielbahnhof sein möchte, und halte es für richtig, die Zugbindung in solchen Fällen aufzuheben. Leider gibt es einige Mitarbeiter, die meinen, es sei wichtiger, unter den Bahnreisenden potenziellen Schmarotzern das Handwerk zu legen, auch wenn dadurch manche Fahrgäste ungerechtfertigterweise vergrault werden.


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