Vom Wesen einer Kooperation (Allgemeines Forum)

Frecciarossa, Samstag, 09.11.2019, 13:46 (vor 30 Tagen) @ J-C

...de facto hat man die Kooperation soweit torpediert, dass sie quasi beendet werden musste.

Bei einer Kooperation müssen die Belange aller Beteiligten berücksichtigt werden. Es wurde hier ja das Beispiel des Zugpaares nach Rom angeführt. Natürlich ist es für DB und ÖBB attraktiv, mit einer Direktverbindung nach Rom werben zu können und auf ihren Abschnitten den ein oder anderen zusätzlichen Fahrgast zu gewinnen. Aber die Kosten für die innerhalb Italiens wenig attraktive Führung parallel zum Hochgeschwindigkeitsverkehr bleiben natürlich an Trenitalia hängen. Man kann einen Zug der 700 km ins Binnenland fährt, nicht nur mit internationalen Fahrgästen wirtschaftlich betreiben, das Angebot muss auch für den Binnenverkehr attraktiv sein. Es war daher ein berechtigtes Anliegen von Trenitalia, hier eine Veränderung vorzunehmen.

Man hätte die Kooperation zu den Bedingungen Trenitalias fortsetzen können, wollte man aber nicht.

Auf der Pontafelbahn war es doch ähnlich. In Österreich bedienten die internationalen Züge wichtige Binnenverbindungen. In Italien hingegen fuhren die Züge durch Niemandsland und konnten nur mit internationalen Fahrgästen nicht wirtschaftlich sein. Wenn man dann nicht zu einem fairen Lastenausgleich bereit ist, kann eine Kooperation nicht funktionieren.


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