Bald auch Neues auf der ICE Linie Dortmund - Wien? (Allgemeines Forum)

cheaper1511, Freitag, 19.03.2010, 11:21 (vor 5978 Tagen) @ Markus-P

Allerdings würde eine Führung über die HSL 3 keinen Sinn machen, da ich ab Lüttich alle bisherigen Halte umfahre.

Aachen macht als Endstation insofern Sinn, als dass nach belgischen Stromsystem gefahren werden kann, und somit keine mit dem deutschen Netz kompatible Lok eingesetzt werden müsste, dies nur am Rande als Zusatzinformation für etwaige Unwissende!

Zum Zitat:
Abgesehen davon, dass diese Option für den Thalys gänzlich katastrophal wäre, spinnen wir dieses Szenario mal weiter:

Führt der IC A über die HSL nach Köln, müsste natürlich der gesamte Nahverkehr angepasst werden. Hier einige Optionen:

1.) Verlängerung L44(von Spa=Géonstère) über Welkenraedt nach Eupen

2.) Verlängerung L37 von Liers/Liège-Palais über Verviers nach Aachen

3.) IRq (RE29/Euregioaixpress) stündlich ab Eupen nach Liège-Guillemins

4.) P-Züge (= nur zur HVZ) von Brüssel über Welkenraedt nach Eupen

Wie gesagt, unter heutigen Gesichtspunkten gebe das zu große Interdependenzen. Aus betriebswirtschaftlicher Perspektive besteht aber durchaus schon eine Interdependenz durch Pendler aus dem Aachener Raum, die bis Eupen oder Welkenraedt fahren, denn das sind potenzielle Kunden des Thalys. Sicherlich würde auch ein Großteil dieser Kunden den Thalys nutzen, wenn der IC A erst ab Lüttich (= durchaus Spekulation, aber nur so lassen sich mögliche Interdependenzen aufdecken).

Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich kein Freund der innerbelgischen Streckenführung in Richtung Deutschland bin. Ich hätte mir besser vorstellen können, dass man den Thalys ab Leuven über die Montzenroute nach Aachen führt (= heute vollkommen irrelevant durch HSL 3), in Visé den Turmbahnhof nutzt und so nicht nur Lüttich, sondern gleichermaßen auch Maastricht angebunden hätte.

Ich verstehe nicht genug von Technik, um mir darüber ein Urteil zu erlauben, habe aber gelesen, dass die Montzenroute ursprünglich für den HGZ ertüchtigt worden sei; fraglich ob das noch für heutige Verhältnisse gilt.

Die im "Planspiel" beschriebenen Interdependenzen würden nach wie vor existieren, jedoch in angeschwächter Form. Aber wie gesagt, dass ist ja jetzt vollkommen hinfällig.

Aus betriebswirtschaftlicher Perspektive war die Einstellung des Bereich Welkenraedt-Eupen für Thalys eine sinnvolle Entscheidung und je unattraktiver der Nahverkehr zwischen Aachen und Eupen/Welkenraedt (- Lüttich), umso besser für Thalys (= nicht zwangsläufig für die Kunden).


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