Allgemeines zum internationalen Fernverkehr in 1h-Takt. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 25.06.2019, 14:44 (vor 2528 Tagen) @ Twindexx

Hallo Twindexx,

Man hat auch auf der Route Zürich-Paris sechs TGV Lyria-Paare. Dabei ist Zürich einiges kleiner als Frankfurt. Dafür hat Zürich aber auch eine grosse Wirtschaftskraft. Das sind alles Faktoren, die eine Rolle spielen. Die Sprachbarriere kommt dann noch dazu.
Zwischen Zürich und München gibt es keine wirkliche Sprachbarriere (zwischen Süddeutschland und dem Schweizerdeutschen versteht man sich noch relativ gut).

Ich bin mir nicht sicher, was mehr Einfluss hat: eine Sprachbarriere oder eine Systembarriere.
In der Schweiz befindet die Sprachbarriere DE/FR und DE/IT sich innerhalb des Landes.
Die Systembarriere befindet sich an der Staatsgrenze.

Ausserdem sind beides Metropolen mit grosser Wirtschaftskraft.

Das sind die Randstad und Eindhoven (ASML, DAF, TU/e) auch. Dennoch wird die Randstad nur 6-7x pro Tag von Berlin oder Frankfurt angefahren, und in Eindhoven kommen überhaupt keine Fernzüge.

Bei Zürich und München durfte das Reiseziel ziemlich fokussiert sein. In der Randstad hat man Amsterdam, Den Haag, Rotterdam, Utrecht. Also Wirtschaftskraft über eine grosse Fläche verstreut.
In Eindhoven fehlen vor allem die Schienenanbindungen nach Antwerpen und Hasselt; nach Düsseldorf kommt man zur Zeit nur mit einer Bummelbahn (der IC-Bus ist trotz Landstrasse Weert-Roermond schneller als die eurobahn). Dafür sind die Autobahnen dorthin gut ausgebaut. Das macht die Verkehrsmittelwahl selbstverständlich leicht.

Dann kommen noch all diejenigen Leute, die heute gar nicht fahren, weil [1] das Angebot mies ist, [2] der Flieger zu teuer, [3] der Bus zu unbequem und [4] das eigene Auto zu stressig ist.

Das hat auch mit dem Unterschied Roger (CH) vs. Jan (NL) zu tun.

Zu 1: da sind Roger und Jan zwar einig, aber da durfte die Angebotsdefinition unterschiedlich sein. Hier in NL ist es z.B. unbekannt macht unbeliebt. Ich schrieb hier schon eher dass unsere Mainstreammedien kaum Werbung für Bahnreisen machen. Auch glaube ich, dass Jan nicht weiss, dass er mit 1-2 Umstiegen recht weit mit der Bahn reisen kann, z.B. Amsterdam-München.

Zu 2: Jan ist eher jemand, der sein Geld lieber drüben vor Ort ausgibt als auf dem Weg zum Ort. Es darf Jan also nich viel kosten. Und da steht die Bahn relativ ungünstig da und der Flieger relativ gut (sowohl Billigflieger als Teuerflieger).

Zu 3: vergleichbar mit [2], FlixBus & Co sind hier recht beliebt. Jan verzichtet gerne auf Komfort wenn er dafür nur für einen Bruchteil der Kosten reisen kann.

Zu 4: Jan hat kein Problem damit, 8-10 Stunden mit dem Auto zu fahren. Das macht er bei seinem Winterurlaub in Österreich. Dass er im Stau steht, vielleicht Schneeketten montieren und/oder Frontscheibe enteisen muss, nimmt er in Kauf.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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