Danke. Und grundfalsche Informationspolitik. (Allgemeines Forum)

GibmirZucker, Sonntag, 09.10.2016, 15:38 (vor 3466 Tagen) @ Proeter

Danke erstmal für die Info. Es scheint also eine interne Information zu sein, die (bewusst?) nicht nach außen kommuniziert wird.

Die SNCF hat bei der Einführung der Regelung ja in etwa so informiert wie damals bei der Stempelpflicht für die Fahrkarten: Übertrieben intensiv und auf allen Kanälen. So war wenigstens noch letztes Jahr auf im Ausland gekauften Fahrkarten der Vermerk angebracht (oder in der Auskunft darunter?), dass zwei Minuten vor Abfahrt die Türen schliessen. Ebenfalls intensive Info über die Monitore am Bahnhof und mündliche Durchsagen. Damit es auch jeder erfährt (100% Abdeckung gibt es nie, wer die Sprache überhaupt nicht versteht). Das war ein umfangreicher Prozess.
Dass die DB so eine Frühabfertigung light einführt und nur auf internen Kanälen informiert, ist schon merkwürdig. Zugegeben, in 99,9% der Fälle steigt man reichtzeitig ein, der Zug ist eh verspätet oder man wird noch reingepfiffen. Aber es ist ja durchaus so, dass man bei Zeigersprung minus 30 auf die Uhr blickt, noch in Ruhe einen Zug aus der Zigarette nimmt und/oder sich mit einem letzten Küsschen vor dem Einsteigen verabschiedet, mit dem Wissen, dass man Zeigersprung minus 5 Sekunden immer noch in aller Ruhe einsteigen kann. Zwar wird nich das Chaos herrschen, aber bei den Tausenden Zughalten täglich und im Schnitt einem Fahrgast pro Bahnhof der in den letzten 10 Sekunden noch einsteigt, ergeben sich täglich damit Tausende Problemfälle. Und auch eine gute Vorlage für Bahnbashing (wobei, der Zeitpunkt ist gerade gut, die Boulevardpresse ist gerade mit Donald etc. beschäftigt). Und ganz konkret: Was mache ich bei einer Fahrkarte mit Zugbindung, wenn ich es nicht mehr schaffe, 5 Sekunden von Planabfahrt einzusteigen? Im Prinzip wäre ja Zugbindung aufgehoben und erst noch Entschädigung für die verspätete Ankunft.


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