ICE Sprinter = Psychologie (Allgemeines Forum)

GUM, Dienstag, 06.11.2012, 11:33 (vor 4902 Tagen) @ ICE-T-Fan

Die Taktzüge werden auch nicht so waahnsinnig weit weg davon liegen. 4 Stunden 10 min braucht man via Halle und Ingolstadt, 4 Stunden 20 min über Leipzig und Ingolstadt.

Die ICE Sprinter leben - wie viele andere Luxusprodukte auch - von einer psychologischen oder marketingtechnischen Komponente. Irgendwann hat jemand von der Bahn ausgerufen, dass bei Tagesfahrten eine Fahrzeit von unter 4 Stunden wesentlich attraktiver wäre, weil dann Geschäftsreisende bei Nutzung dieser Verbindung noch 6 oder mehr Stunden am Zielort hätten (oder so ähnlich). Dies ist wohl der Zusatznutzen jedes ICE-Sprinters.

Der Hauptnutzen wird viel zu wenig kommuniziert. Beim ICE-Sprinter München-Frankfurt gab es damals einen einzigen Halt in Mannheim. Also fiel der Fahrgastwechsel und die Unruhe in Augsburg, Ulm, Stuttgart weg und die Fahrgäste hatten eher das Gefühl des Gleitens, denn eines stop and go. Der überbreite ICE1 mit seinen riesigen 1. Klasse Fauteils (vor dem Redesign) tat ein Übriges.

Also einfach ein genials Marketing, welches mit dem Sprinterzuschlag überaus günstig abgegolten worden ist. Echter Mehrwert für die Kunden.


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