3:45 h?! (Allgemeines Forum)

GibmirZucker, Montag, 05.11.2012, 22:13 (vor 4900 Tagen) @ Lumi25

Das Problem ist ein ganz anderes. Die DB AG hat keine eindeutige Strategie im Fernverkehr. Um gegen das Auto konkurrieren zu können hätten auch kleine Neubauabschnitte genügt so das man größtenteils zumindest 160 km/h hätte fahren können.

ab Großheringen bis Kronach geht es aktuell eben nur mit 100-120km/h (mit Neigetechnik abschnittsweise 160), insbesondere Saalfeld-Pressig ist auf 70-100km/h begränzt, d.h. es bräuchte nicht nur kleinere Abschnitte, sondern längere Neubauten, egal an welchem Ort.

Autofahrer wollen schnelle Direktverbindungen mit möglichst wenig Umsteigen verbunden und darauf wird seit Jahren von der DB AG nicht drauf eingegangen. Die NBS ist ja schön und gut aber für einen 230 km/h Takt-ICE ist die NBS reinste Geldverschwendung.

230, 250 oder 300 ist einmal sekundär, da der Fahrzeitgewinn für Erfurt enorm ist. Es stimmt aber, die DB sollte mehr an Direktverbindungen arbeiten.

Dem Flugverkehr kann man auch keine Konkurrenz machen mit 1-2 Sprintern am Tag und einer Fahrzeit von 3 3/4 Stunden. Sprinter müssten eine Fahrzeit von 3 Stunden haben um den Flugverkehr paroli bieten zu können.

Bei den abgelegenen Flughäfen in München und Berlin ist es anders, da darf es auch ein wenig mehr sein. Aber natürlich stärkt jede Fahrzeitverkürzung die Position der Bahn, 3 Stunden wären sicher idealer.

Wie viele Autofahrer werden ernsthaft ab Jena erst mal zum Knoten Erfurt pendeln? Den Talent II wird man sich 1-2 mal antun und dann hat die Bahn endgültig verschissen.

Kaum jemand wird Jena-Erfurt-Nürnberg fahren. Selbst bei guter Korrespondenz in Erfurt wird die Fahrzeit gegenüber der direkten Strecke mit ICE (inkl. Neigetechnik, 2 Stunden wie ich vorgerechnet habe) sich nicht verkürzen. Es wird viel teurer, zusätzliches Umsteigen und überfüllte Züge (da ja noch in Weimar Leute zusteigen werden) zwischen Jena und Erfurt. Eher schon den Direkt-RE, wer Zeit hat, kommt wenigstens billiger. Das Auto wird von Jena aus aber nach Nürnberg und Leipzig schneller sein, die RE-Fahrzeiten sind auch nicht kürzer als denkbare Busfahrzeiten. Einen Fuß hat Steinbrück ja schon in Jena gesetzt, ich nehme an, dass der Bus der größte Profiteuer sein wird.


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