NBS Main-Neckar, 30-min-Takt ICE (Allgemeines Forum)

lokuloi, Montag, 27.08.2012, 11:42 (vor 4988 Tagen) @ naseweiß

Hallo naseweiß,

fürs erste Mal kurzfristige Antworten zu Deinen Antworten :)

Nicht ganz klar ist mir, wie aus den drei "gelben" Linien aus Süden (Basel, 2x München) nach Norden nur ein stüdnliche Linie wird.
1x Basel - Hamburg (gelb) mit 1x München - Hamburg (gelb)
Das scheint mir etwas absurd?

L62 nur München-Frankfurt - gleichzeitig L20 Basel-Hamburg fährt (L22 stündlich versetzt)

Vorschlag wäre z.B. eine Linie Stuttgart - Mannheim - Darmstadt - FRA-Flu - Köln
Oder war so gedacht?

Bis auf Darmstadt hat man dafür doch die L42/42. Und Stuttgart-NRW über Heidelberg/Darmstadt fährt bereits die L30, wenn auch durch das Rheintal. Ob sich eine separate weitere Westerwaldlinie lohnt, bezweifel ich. Für den 30-min-Takt Mannheim-Köln wäre sie aber nützlich.

Gut. Ich gebe Dir durchaus Recht, dass eine zusätzliche Linie Stuttgart - Köln „überflüssig“ ist. Nur: warum bei nur 3 Linien Mannheim - Köln hier einen halbstündlichen Knoten einrichten? In dem oben angegebenen Zeitraum Deiner Linien „62“ und „20“ brauchst Du die Umsteigebeziehung dort doch gar nicht? Du kannst doch dann die L62 auch einfach wie bisher über Bens- und Weinheim fahren lassen.

Was hier auch völlig fehlt und nun wirklich unverzichtbar ist, ist die Direktverbindung Stuttgart - Berlin.

Das stimmt, eine Lösung sozusagen außer Haus (nicht über Mannheim) könnte eine Flügelung der L87 mit der L28b in Nürnberg sein (Berlin-Nürnberg-Stuttgart-Zürich), entsprechend auch der Hinweis bei der L87.

Die beiden Linien passen nun nicht wirklich zueinander. Für „28b“ ist ein ICE-T einfach zu wenig, und auch zu schade, man braucht da keine Neigetechnik. Die 87 hat - wenn man sie so einrichtet - nur mit Neigetechnik Sinn.

Und dann sind wir wieder beim Thema: wie viele Züge zwischen Nürnberg und Erfurt. Hier ist so wenig Verkehrsnachfrage, dass ich hier nicht noch den Verkehr Stuttgart - Berlin langführen würde. Der Zug wird nicht voll. Dafür habe ich zwischen Stuttgart und Frankfurt enorme Nachfrage. Ich würde den Zug da belassen, auch weil er z.B. für Ulm (mit allem was dranhängt) - Berlin auch interessant ist.

Außerdem:
Mir scheint ein Ungleichgewicht zwischen der Bedienung Mannheims als halbstündige Korrespondenz einerseits, und der Bedienung München - Stuttgart mit nur 5 Linien andererseits zu bestehen.

Man hat heute auf Stuttgart-München zwei ICE-Linien (L11/42) und die zwei IC-Linien (L60/62), wobei die IC-Züge geringer Kapazität haben sollten. Mit vier ICE-Linien (10er-ICx und Doppel-ICE-3) und einer IC-Linie hat man also einigen Platz für Fahrgastzuwächse und Abwanderungen von der Nürnberger Route.

Ich gebe Dir ja Recht, dass 5 Linien hier ausreichen. Aber warum dann der Knoten in Mannheim alle halbe Stunde?

Die Direktverbindung München - Heidelberg - Darmstadt im Zweistundentakt scheint mir sehr wichtig, ...

Wenn das wirklich so ist, kann man die L26 oder L30 verlängern.

Jain. Einfach die 62 so lassen wie sie ist.

Auch der IC KA - HD - DA fehlt mir. Das sind schon halbwegs wichtige Städte, und ist gerade in einem auf halbstündigen ITF-Knoten Mannheim ausgerichteten System auch brauchbar, da ein in KA nach dem Knoten abfahrender IC mit dem nächsten Takt in Frankfurt ebenfalls im Knoten ankommt.

Gerade die Fahrt der L26 ab Karlsruhe halte ich für nicht sonderlich wichtig. Karlsruhe-Heidelberg geht jederzeit mit der S-Bahn oder über Mannheim, Karlsruhe-Darmstadt dann stündlich mit Umstieg in Mannheim (in L26/30).

Na ja. Ich sehe da einfach die Not nicht, den zu streichen.

Das Schöne an einer Weiterführung der "langsamen" ICs nach München, ist die Tatsache, dass man bei Mannheim - Ulm die ICs vom nachfolgenden schnellen Takt wieder kurz vor Ulm fast eingeholt werden, im Bündel dann auch weiter nach München.

(...)

Ich hatte es gerade umgekehrt gedacht:
ICE Frankfurt(00/30) - Mannheim(00/30) - Stuttgart(15/45)
IC Frankfurt/Mainz(00) - Darmstadt - Mannheim(45) - Heidelberg - Stuttgart(45)

Da ist wohl der K21Fan mit Dir durchgegangen :)

Mannheim wird auf jeden Fall der wichtigere Knoten bleiben, hier sollten sich die Züge bündeln. Z.B. für Anschlüsse Mainz -> Basel, oder Mainz -> München (letzter könnte auch nach Stuttgart, aber warum?)

Also die IC in Stuttgart im Knoten mit den ICEs (Blockabstand), nicht in Mannheim. Schließlich nahm ich die L26/30 als in Stuttgart endend an. Bei der Weiterführung nach München kann die Überholung auch beim Halt der IC in S-Flughafen stattfinden, sollte nur einen um wenige Minuten verlängerten Halt erfordern.

Das finde ich reichlich kompliziert, vor allem weil dann der IC in München nicht mehr im Knoten ist.


Fazit:

Unter Deinen sonstigen Randbedingungen (ICE-3-Mangel, 3 Linien Mannheim - Köln; 5 Linien Stuttgart - München) sehe ich keinen Grund für einen halbstündlichen Knoten Mannheim. Der ist schließlich kein Selbstzweck, macht dafür aber anderes, bestehendes zunichte.

Unter diesen Voraussetzungen würde ich das meiste so lassen wie es ist, nur eine zusätzliche Linie München - Mannheim - NRW (Fahrzeuge kommen dann von München - Frankfurt - NRW), und dafür wird der Knoten in Mannheim, an dem sich heute Basel - Köln und München - Frankfurt treffen entzerrt:

Die Linien würden Mannheim in folgender Reihenfolge *ohne* Korrespondenz und nur mit einseitiger Umsteigebeziehung durchfahren:

1. ICE Basel - Mannheim - Köln
2. ICE München - Mannheim - Frankfurt (- ...)
3. ICE München - Mannheim - NRW

Die Umsteigebeziehung Basel - Frankfurt bleibt erhalten, und die Fahrzeiten werden verkürzt, da der lange Halt in Mannheim entfällt. Der Stundentakt auf allen Ästen bleibt erhalten. Der zwei Münchner ICEs fahren im Bündel. Nach NRW kann der hintere auf Zwischenhalte zwischen Fra-Flu und Köln verzichten.

Halbstundentakt München - Stuttgart dann durch die ICEs München - Mannheim (Köln/Frankfurt) einerseits und die ICs München - Stuttgart - Karlsruhe/Heidelberg - Frankfurt andererseits. Halbstundentakt München Mannheim scheint mir im Vergleich zu den anderen Zielen untergeordnet.

Wie ich mir einen echten halbstündlichen Knoten Mannheim a la Suisse vorstelle, dazu später mehr hier.

Ciao,
Uli


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