System durch politische Vorgaben erzwungen (Fahrkarten und Angebote)

Felix, Göttingen, Freitag, 25.11.2011, 11:43 (vor 5450 Tagen) @ rotfuxx

"Kreative Buchungen" sind zwar nicht mein Ding, da ich dafür nicht die Muße habe, aber die Bahn wird doch hier einfach Opfer ihres eigenen Systems.

Wobei dieses System durch die politischen Vorgaben, die vom Fernverkehr verlangen, auf einem subventionierten Schienennetz "eigenwirtschaftlich" zu fahren, erzwungen wird. Würde die Bahn ihr jetziges Tarifsystem aufgeben, müßte sie Züge streichen, weil diese sich dann nicht mehr rechnen würden.

Mir scheint, einer der wichtigste Antriebe, die dieses System aufrechterhalten, ist der Neid: Man gönnt seinen Mitmenschen einfach nicht, daß sie mit Steuergeldern subventioniert billig Bahn fahren können. Da man aber ein Bahnsystem haben will, betrügt man sich selbst, indem man durch bestimmtes Definieren von Geldflüssen eine scheinbare Eigenwirtschaftlichkeit herstellt. Das Ergebnis ist das Tarifsystem, das wir heute haben.

Gäbe es lediglich ein einheitliches Normalpreissystem wären solche Dinge nicht machbar. Mit den ganzen Sparpreisen, Aktionsangeboten, Specials usw. bricht sie aber selber dieses System auf und muss dann damit rechnen, dass sich dadurch ergebene Logiklücken von anderen ausgenutzt werden.

Niedrigere Normalpreise (mit Beibehaltung der BC-Rabatte) und dafür Abschaffung aller irgendwie gearteten Sonderangebote erscheint mir die gerechteste Variante zu sein.

BC-Rabatte sind aber ungerecht. Seltenfahrer werden massiv benachteiligt, obwohl sie die Bahn genauso wie alle anderen über ihre Steuern mitfinanzieren.


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