Lärmbelastung, SFS nicht geplant, Tourismusbedeutung (Allgemeines Forum)

Henrik, Freitag, 11.02.2011, 14:31 (vor 5579 Tagen) @ Steffen

Ich sehe hier keine der beiden Lösungen als auf den ersten Blick optimal an.
Die reine Elektrifizierung der Bestandsstrecke ist es aber noch weniger.

Was spricht dagegen?

Die subjektiv empfundene deutlich höhere Lärmbelastung durch die Züge,
die die Anwohner & Touristen vor Ort von der Zeit vor der Festen Beltquerung noch sehr gut kennen.

Da es sich primär um eine Verbesserung für den Güterverkehr handelt, ist ein Fahrzeitgewinn nicht gaaaaaaanz so wichtig; ebensowenig eine Trassierung für 300 km/h.

genau.
Der größte Fahrzeitgewinn ergibt sich schon allein durch die Feste Fehmarnbeltquerung,
darüberhinaus ist kaum noch was vorgesehen.
Eine Neutrassierung für 300 km/h ist nicht geplant, auch nicht für 250 km/h, nicht einmal eine komplette durchgehende NBS. Davon spricht keiner.

Wenn ich mir die Karte anschaue, führt die Strecke einzig in Oldenburg so richtig durch den Ort (oder muss man hier schon Stadt schreiben?). Dort liesse sich - auch zur Begradigung - eine Umfahrung zwischen Göhl und Hohelieth bauen. Ansonsten sollte man doch mit Streckenbegradigungen auskommen?

genau so sieht es bzgl. Oldenburg (i.H.) aus, siehe Varianten-Karte:
www.db.com/.../infomaterial/bauprojekte/variantenstudie__fehmarnbelt__planabschnitt4.pdf

einzelne Streckenbegradigungen, wie auf o.g. Karte etwas weiter südlich zwischen Lensahn & Oldenburg ersichtlich
und dann eben zwischen Bad Schwartau & Hasselburg / Neustadt die Umfahrung der Seebäder mit Trassierung östlich wie auch westlich an der A 1.
www.db.com/.../infomaterial/bauprojekte/variantenstudie__fehmarnbelt__planabschnitt1_2.pdf

Wenn man sich jetzt die teure Mühe machen möchte, die ganzen Dörfer zu umfahren, muss man auch Lübeck großräumig umfahren - dort stört man nämlich wesentlich mehr Einwohner als auf dem gesamten Weg bis Puttgarten!

Es geht weniger um die Einwohner an sich, denn um die Gesamtbelastung, s.u.
In Lübeck fahren die Züge nicht durch die Altstadt, fahren eh eher langsam und es bestehen schon Larmschutzwände durch die jüngsten Ausbauten,
vgl.,
www.db.com/.../infomaterial/bauprojekte/faq__fehmarnbelt.pdf

Oder anders ausgedrückt: Im gesamten Landkreis Ostholstein leben weniger Menschan als in der Stadt Aachen!

Das ist verfehlt, es geht nicht um die reine Einwohnerzahl.
"Insgesamt zählt der Kreis pro Jahr rund 2,6 Millionen Gäste mit rund 14,5 Millionen Übernachtungen. Nach vorsichtigen Schätzungen zieht es Jahr für Jahr sogar rund 27 Millionen Tagesgäste nach Ostholstein. Der Kreis als eine der tourismusintensivsten Regionen Deutschlands ..."
http://www.kreis-oh.de/Wirtschaft_Tourismus/

Da kann Aachen ganz sicher nicht mithalten.^^ .... mit der Badewanne der Hamburger.


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