Flexpreis ist zu teuer (Allgemeines Forum)

Ösi, Donnerstag, 04.02.2021, 11:58 (vor 1881 Tagen) @ Paladin

Uff. Wieso soll ich a.s 2. Klasse-Fahrer die BC75 der 1. Klasse mitfinanzieren?

Das kann man beliebig weitertreiben: Du fährst nie nach München, warum soll also auch nur ein Cent deiner Fahrgeldausgaben in den Münchner Hbf gehen?

Wieso 75% Rabatt?

Weil man dann zum Beispiel auf Berlin-München unter dem Preis einer durchschnittlichen Autofahrt zu zweit wäre. Ein starkes Argument, die Bahn zu nutzen.

Das gibt das Fahrzeugmaterial und die Infrastruktur gar nicht her.

Also: Man soll die Bahn nicht zu attraktiv machen, sonst fahren zu viele Leute?

Im Flexpreis mit BC50 doch bei allen Orten, wo es das gibt (oder?). Wo ist das Problem?

Erstens gilt das City-Ticket tatsächlich in erster Linie in "Citys". Das heißt, wenn ich mit dem Regionalbus irgendwohin muss, brauche ich ein separates Ticket.

Zweitens beschränken sich die Bereiche meistens auf die Stadtzone, -wabe oder was auch immer, obwohl der ÖPNV vieler Städte auch über die Grenze geht, weil die Stadt mit ihren Vororten verwachsen ist.

Drittens gibt es kein City-Ticket bei kurzen Strecken (unter 100 km).

Damit funktioniert aber keine Auslastungssteuerung.

Soll sie auch nicht. Die Bahn soll fahren, wenn die Leute fahren wollen, nicht umgekehrt. Ist ein Zug übermäßig ausgelastet, muss er verstärkt oder ein zweiter Zug eingesetzt werden. Entsprechende Reserven von Fahrzeugen und bei der Infrastruktur sind vorzuhalten.

Ja, das kostet alles Geld. Aber der Autobahn-, Straßen- und Parkplatzbau und die Instandhaltung auch, und da gilt es einfach als Infrastruktur, die man halt haben muss. Ich will dasselbe auch für die Bahn erreichen.


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