Bloß die Eisenbahn nicht attraktiv werden lassen ... (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 01.10.2020, 23:21 (vor 1993 Tagen) @ Mario-ICE

Hallo.

Und ganz spannend ist es, dann Abgrenzungen in der Praxis festzulegen. Sturm in Norddeutschland und in Süddeutschland wird der Verkehr miteingestellt. Dann muss ich der DB beweisen, dass sehr wohl ein ICE da gewesen wäre und sehr wohl ein Zugführer, Lokführer und 3 Zugbegleiter - was die DB negieren wird. Vor Gericht streiten wir uns dann über Umlaufpläne und Personaldienstpläne. Wegen 100 Euro.

Das ist in der Tat spannend

In der Praxis bin ich der Ansicht des EVU faktisch ausgeliefert.

Im Ergebnis werden Fahrgäste bei Sturm, Schnee, Hitze, Kälte sicherheitshalber von vornherein wegbleiben. Beim Auto gibt's die Probleme so gut wie gar nicht.

Aha, nur die Aussicht auf Entschädigung bei Sturmlage lässt die Leute in den Zug steigen?

Nein. Aber die Sorge, 'allein gelassen' zu werden, führt sicher nicht zu mehr Vertrauen in die Eisenbahn. Und ich meine damit das Gefühl. Ob das von der Realität gedeckt ist, ist zweitrangig. Die Berichterstattung wird oberflächlich wahrgenommen: die Bahn will mir nicht helfen. Das kommt beim Kunden an.

Es ist auch für die Eisenbahn kein Problem, sich gegen Unwetterschäden zu versichern. Dass das einen geringen Einfluß auf die Fahrpreise hat, ist klar. Aber den zahlt der Kunde, wenn er weiß: die Bahn sorgt für mich.

Wer behauptet denn das sie sich nicht um die Kunden kümmert?

Siehe oben.

Aber klar, soviel Eisenbahn ist dann entgegen all der Sonntagsreden eben doch nicht gewollt.

Deine Interpretation?

Ja, meine. Ich hab's ja geschrieben. Dann meine ich das auch so.

Dass es dafür dann auch noch Applaus von Bahnbefürwortern gibt, dazu sollte man dann tatsächlich besser schweigen. Es ist hochnotpeinlich.

Findest du?

Ja, meine ich.


Schöne Grüße von jörg


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