Rückschlag für Deutschland - Einsenbahninfrastrukturbankrott (Allgemeines Forum)

br752, Dienstag, 08.09.2020, 16:20 (vor 19 Tagen) @ Power132
bearbeitet von br752, Dienstag, 08.09.2020, 16:20

Sueddeutsche.de

Die Deutsche-Bahn-Tochter DB Cargo kauft bei Siemens in den kommenden Jahren Hunderte neue Güterloks. Der Vertrag umfasst bis zu 400 Fahrzeuge, deren Auslieferung im Jahr 2023 starten soll, wie das Unternehmen mitteilte. Die Kosten belaufen sich demnach auf "deutlich über eine Milliarde Euro". Bei den Triebwagen handele es sich um sogenannte Zweikraftloks, die sowohl mit Strom aus Oberleitungen als auch mit Dieselantrieb fahren können.

"Wir werden wachsen und verjüngen für unsere Kunden unsere Flotte mit einer modernen, leistungsstarken Lok", sagte der Produktionsvorstand bei DB Cargo, Ralf Günter Kloß.

Dadurch muss keine Güterstrecke elektrifiziert werden. Personenverkehrsreaktivierungen werden dadurch erschwert, weil eben fuer diese Nebenbahn keine Durchbindung moeglich ist, sonder Dieseltriebwagen angeschafft werden muessten. Auch andere EVU die nur rein elektrisch fahren, koennen bei Problemen eben Dieselstrecken nicht nutzen. Jede Dieselluecke ist dann ein Gewinn fuer die DB.


Statt ne Bruecke fuer alle ueber den Fluss zu bauen kauft Kraft&Gross Amphibienfahrzeuge.


Fuer 50 dieser Loks haette ich ja noch Verstaendniss gehabt um temporaer die Dieselabschnitte zu ueberbruecken, aber so ist das der Einsenbahninfrastrukturbankrott Deutschlands!


Schoene Geschichte. Als waeren die nur dafuer.

Die Fahrzeuge sollen auf der sogenannten letzten Meile zwischen Gleisanschlüssen bei Kunden und den Hauptstrecken zum Einsatz kommen. Diese Gleisabschnitte sind in der Regel nicht elektrifiziert und deshalb nur mit Verbrennerantrieben befahrbar.

Brutales Marketingsprech! Eine "Zweikraftlok" ist keine "herkoemmliche Diesellok", auch wenn sie zu 100% unter Diese faehrt. (Und das drucken die auch noch)

Herkömmliche Dieselloks machen aktuell einen Anteil von 50 Prozent der Flotte bei DB Cargo aus. Bis 2030 will das Unternehmen diesen Anteil auf 10 bis 15 Prozent senken.

Warme Dieselabgase:

Der Bahn-Gesamtkonzern will bis 2050 sämtliche Dieselfahrzeuge aus seiner Flotte verbannen. Bis dahin ist allerdings noch viel zu tun. [...] Bislang sind rund 61 Prozent des Streckennetzes mit Oberleitungen ausgestattet. Rund 13 000 Kilometer fehlten noch, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine FDP-Anfrage von Ende Juli. Der Ausbau geht nur schleppend voran. Im vergangenen Jahr wurden lediglich 60 Kilometer elektrifiziert.


Bei dem Tempo dauert das noch rund 200 Jahre und die 400 Loks ist schon 2 mal wiedergeboren worden. Anders gerechnet: Um 13.000km bis 2050 zu elektrifizieren muesste man jedes Jahr 400km elektrifizieren. Dass muessen die in Gangelt ausgekungelt haben.

Wer denkt sich denn so einen Irrsinn den ganzen Tag aus?


BR752


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum