Emparhie versus Emotionalität (Allgemeines Forum)

Blaschke, Mittwoch, 04.12.2019, 19:50 (vor 2520 Tagen) @ Mario-ICE

Hallo.

Ein bisschen Empathie würde manchen hier gut zu Gesicht stehen. Das für die Zugbegleiter diese Situation auch nicht alltäglich ist wird schlicht vergessen.

Einerseits ist das völlig richtig. Andererseits sollten Zugchefs doch so geschult sein, dass sie GERADE IN AUSNAHMEFÄLLEN kühlen Kopf bewahren und die Emotionalität zugunsten der Professionalität unterdrücken. Und das hat nichts mit fehlender Empathie zu tun.

Mir erscheint es in der Gesamtschau ein bißchen so, dass der Zugchef überdurchschnittlich emotional dabei war. Menschlich durchaus nachvollziehbar; fraglich aber, ob der Angelegenheit dann wirklich dienend.

Was übrigens bei mir grad so die Frage aufwirft, in welcher Art und Umfang Zugteams seitens der Arbeitgeber geschult werden für Notsituationen. Wenn ich so an den brennenden ICE denke oder die Schafsherde im SFS-Tunnel ... Ich denke da gerade an Pilotentrainings. Wo man auch nicht den Alltag simuliert und wo man 'Schönwetter-Experten' nicht braucht, sondern wo natürlich diverse Notfälle simuliert werden. Und ich lese auch nur selten von Großübungen mit allen Rettungskräften, wo mal Großunglücke simuliert werden zum Üben. Durch diesen Vorfall angeregt frage ich mich da gerade, wie es in Zeiten des 'Sparwahns' und von 'Schnellausbildungen' ja um dieses Thema bestellt ist.

Was doch hier sich teilweise für widerliche Typen in diesem Forum rumtreiben.

Deiner Auffassung nach demnach dann doch ein Abbild der Realität. Sind wir Bahnfreaks also gar nicht total verschrobene kaputte Typen, sondern quasi mitten in der Gesellschaft. Hm ...


Schöne Grüße von jörg


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