ITF (Allgemeines Forum)

Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 03.04.2019, 22:26 (vor 2560 Tagen) @ ThomasK

Hoi,

Ich finde die Ausführungen sehr interessant. Hier im Forum durfte man ja immer wieder lesen, dass man den grössten Nachholbedarf immer in den Schweizer Abschnitt verortet. Tatsache ist aber, dass im Schweizer Abschnitt auf den durch die erheblich hügligere Topografie im Vergleich zum deutschen Abschnitt resultierenden Trassierungen schon das maximal mögliche rausgeholt hat. Dagegen entpuppt sich die Infrastruktur Lindau-München hinten und vorne als extrem auf Kante genäht, welche sich auch mit dem kleinsten Wunsch nach zusätzlichem Angebot extrem schwer tut.

Der milliardenschwere Brüttenertunnel zwischen Dietlikon/Bassersdorf bei Zürich und Tössmühle bei Winterthur soll im Dezember 2033 in Betrieb gehen. Ich denke, dass man diesen Termin auch im Grossen und Ganzen einhalten wird. Das Rennen ist also eröffnet, ob sich zwischen Geltendorf und Pasing früher etwas tun wird.


Der Bahnausbauschritt STEP 2035 hat unterdessen den Ständerat passiert. Der Ständerat ist seiner Verkehrskommission gefolgt. Nun ist in der Frühjahrssession noch der Nationalrat an der Reihe.

Der Bundesrat wird demnach beauftragt, durch das BAV abzuklären, mit welchen Massnahmen der EC Zürich-München auf einen Stundentakt verdichtet werden kann. Nachdem dafür aber im Allgäu einige Doppelspurausbauten auf der einspurigen Linie getätigt werden müssten und Geltendorf-Pasing dann endgültig nichts mehr verträgt, dürften die Realisationschancen sehr schlecht stehen. Das jetzt im Bau befindliche Projekt aus ein paar Bahnhofmodernisierungen und einer simpler Streckenelektrifikation war ja schon eine Zangengeburt.

Ebenfalls Teil von STEP 2035 ist gemäss Ständerat die durchgehende Doppelspur in Rorschach, wo der aktuell im Bau befindliche Ausbau noch eine 600 m lange Lücke belassen wird. Die Schliessung dieser Lücke hat der Ständerat zwar reingenommen, aber ein Selbstläufer wird das im Nationalrat nicht.
Am Montag wurde dann auch noch bekannt, dass die Kelten etwas gegen diese Schliessung der Doppelspurlücke haben: https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/sensationsfund-in-rorschach-sbb-doppelspur-...
Das liegt aber auch eher am Datum, an dem der Artikel erschien. Sollte der Nationalrat das Projekt ebenfalls aufnehmen, könnte schon ab 2023 gebaut werden. Eine Fertigstellung bis 2025/26 wäre dann realistisch.


Derzeit finden übrigens auf der Strecke Winterthur-St. Gallen-St. Margrethen die für die Zulassung der RABe 503 für Fahrten mit Reihe N (Neigetechnik) auf diesen Strecken nötigen Messfahrten statt. Dies wird für den EC Zürich-München ab Dezember 2020 gemacht. Deshalb weilt RABe 503 017 derzeit in der Ostschweiz, hier abgestellt im Güterbahnhof St. Gallen:

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Am Speisewagen (WRA) wurde das Messdrehgestell eingebaut:

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Fahrzeugseitig liegt man damit ganz gut im Zeitplan für den Start des beschleunigten EC Zürich-München.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.


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