ITF (Allgemeines Forum)

ThomasK, Mittwoch, 03.04.2019, 02:21 (vor 2560 Tagen) @ Twindexx

Hoi,

Weisst Du zufälligerweise, ob die Beschleunigung auch ITF-relevant ist? Bregenz soll ja zum :30/:60 Knoten werden, St. Gallen ist schon einer (wenn auch verzogen). Den Fernverkehr wird man sicher nicht passend hinkriegen, denn die Fahrzeit ist momentan 46 Minuten, aber vielleicht eine direkte S-Bahn in unter 60 Minuten?


Bregenz ist im Vorarlberger Regionalverkehr ein 15/45-Knoten. Das bleibt auch so. An den Fahrzeiten der S3 Bregenz-St. Margrethen wird so festgehalten mit Zugskreuzung um 00/30 in Lustenau.

Der EC fährt dann:
                an      ab
Zürich HB               xx:33
Zürich Flughafen  xx:42 xx:44
Winterthur        xx:57 xx:59
St. Gallen        xx:30 xx:32
St. Margrethen    xx:49 xx:51
Bregenz           xx:59 xx:01
Lindau Reutin     xx:08 xx:10
[…]

[…]
Lindau Reutin     xx:50 xx:52
Bregenz           xx:58 xx:00
St. Margrethen    xx:09 xx:11
St. Gallen        xx:28 xx:30
Winterthur        xx:01 xx:03
Zürich Flughafen  xx:16 xx:18
Zürich HB         xx:27

Und Bregenz-St. Margrethen benötigt für die EC die infrastrukturseitigen Massnahmen zur Fahrzeitverkürzung, ansonsten ist der gesamte EC-Fahrplan Zürich-München nicht fahrbar. Man müsste also ab 12/2020 für ein Jahr einen Halt streichen, um das zu kompensieren. Vielleicht wird aber auch einfach Lindau Reutin ebenfalls nicht rechtzeitig fertig, womit man in Lindau ohne Halt durchfahren würde. Ansonsten dürfte es noch interessant werden, welcher Halt dran glauben darf. Der Halt St. Margrethen hat jedenfalls ein genug grosses politisches Theater hinter sich, dass dieser wohl nicht einfach so in Frage gestellt werden kann. Da hat dann das BAV den SBB den Auftrag gegeben, den kommerziellen Halt im künftigen Angebot sicherzustellen.

Zwischen Winterthur und St. Gallen kommt die kürzere Fahrzeit im Vergleich zum jetzigen IC 1 in dieser Fahrlage durch den Einsatz der Neigetechnik zu Stande. Auch zwischen St. Gallen und St. Margethen wird dann mit Reihe N gefahren.


Was es dann später noch geben wird, ist eine verlängerte S7 Romanshorn-Rorschach ohne Halt bis St. Margethen und in der EC-Trasse nach Lindau. Die S7 wird so elfmal am Tag in Taktlücken des EC verkehren und somit die EC-Trasse ganztags zum Stundentakt verdichten (der EC fährt sechsmal am Tag im 2h-Takt mit einer vierstündigen Taktlücke unter Tags, ab München von 09:00 bis 13:00 und ab Zürich von 13:33 bis 17:33). Künftig wird man dann entweder mit Thurbo-GTW nach Lindau oder mit ÖBB Talent 3 nach Romanshorn (oder beides) fahren.


Grüsse aus der Ostschweiz.


Der erste EC fährt in München Hbf um 6.58 Uhr, sofern es bei der S4 Geltendorf im 20-Minuten-Takt bleibt. Die Taktminute der S4 Geltendorf in München Hbf ist 01/21/41. Relevant ist also die S-Bahn ab München Hbf zur Taktminute 41. Sie ist zur Taktminute 12 in Buchenau und zur Taktminute 17 in Grafrath.

Im Normalfall findet die Zugüberholung zwischen EC und S-Bahn nicht in Buchenau, sondern in Grafrath statt. Für den Fall, dass der EC verspätet ist und keine Zugüberholung in Grafrath stattfindet, wird die S-Bahn weiterfahren und die im Fahrplan angegebene Abfahrtsminute von 22 in Türkenfeld eingehalten. Findet die Zugüberholung jedoch planmäßig in Grafrath statt, so die Zeitdauer bei der Ankunft in Geltendorf bei der Ankunft der S-Bahn zugeschlagen Minute 29 statt 25. Die Fahrzeit von Türkenfeld (Fahrplan ab x.22) nach Geltendorf (Fahrplan an x.29) beträgt nicht 7 Minuten, sondern nur 3 Minuten.

Fährt jedoch der EC ab München Hbf zur Minute 55, dann findet die Zugüberholung in Buchenau statt.

Der Freistaat Bayern will unbedingt bei der S-Bahn München einen 15-Minuten-Takt einführen, was wir strikt ablehnen; wir wollen ein 10/20-Minuten-Takt nach dem Vorbild der S-Bahn Hamburg.

Zum Glück ist es so, dass dem Freistaat Bayern sein Fahrplankonzept auf der S4 Geltendorf mit dem 15-Minuten-Takt zusammenbricht, sodass er zähneknirschend beim 20-Minuten-Takt bleiben muss. Auch die Infrastruktur nach Wolfratshausen und Kreuzstraße verunmöglicht zu unserer großen Freude den 15-Minuten-Takt.

Der Witz ist zudem, dass der geplante dreigleisige Ausbau der Strecke bis Eichenau das Problem nicht löst. Ich habe gewissen Leuten den Tipp gegeben, den dreigleisigen Ausbau juristisch zu bekämpfen, denn so einen Stuss muss man unbedingt verhindern.

Richtig ist es hingegen die Gröbenzeller Spange zu bauen und zudem zwischen Buchenau und Grafrath viergleisig auszubauen, dann kann man einen 10/20-Minuten-Takt fahren und alle Probleme auf der S4 Geltendorf sind zusammen mit dem neuen Fernbahnsteig Gleis 11/13 Pasing gelöst. Relevant ist, dass die Züge München - Buchloe zwischen Gröbenzell und Olching über eine EW xx-2500-1:26,5 mit 130 km/h aus den Augsburger Gleisen ausfädeln, sodass die Streckenleistungsfähigkeit nur minimal reduziert wird. Die Gröbenzeller Spange ist im Übergangsbogen auf 130 km/h trassiert. Danach kann man auf dem (ehemaligen) Bahndamm bis vor die Einfädelung der Züge zwischen Eichenau und Fürstenfeldbruck wahlweise 160 km/h oder 200 km/h fahren. Auf der Bestandsstrecke zwischen Eichenau und Pasing führe dann nur noch die S-Bahn alleine - nach unseren Vorstellungen im 10-Minuten-Takt.

An dieser Stelle schleift von rechts aus kommend die Gröbenzeller Spange, über die die Fernzüge Richtung Buchloe nach unseren Vorstellungen geführt werden sollten, ein:

https://youtu.be/W-sbq3h8tVU?t=33m27s

Führerstandsmitfahrt S4 Geltendorf; zwischen Eichenau und Fürstenfeldbruck

Die Buchenau ist bei 39:37; Grafrath 45:05.

Zwischen Grafrath und Türkenfeld 50:08 (Haltestellenabstand 6899 m) durchfährt die S-Bahn mit 130 km/h eine doppelte Sinuswelle.


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