[AT]Grünes Licht für Ausbau Lustenau-Lauterach (Allgemeines Forum)

ThomasK, Mittwoch, 03.04.2019, 08:41 (vor 2560 Tagen) @ J-C

Es gibt da draußen Bürgerinitiativen, die alleine wegen der Baustellen auf die Barrikaden gehen.

Und scheinbar was dagegen haben, wenn mal eine neue Haltestelle aufgemacht wird.

Frag mich bitte nicht wieso man was gegen neue Haltestellen hat. Das entzieht sch meiner Logik.

Vielleicht wollten sich paar Leute mal wichtig machen in ihrer Bürgerinitiativen. Da schürt man gerne unbegründete Ängste, um die Massen zu erreichen.

Ist wie bei der Verbindungsbahn. Da stellt sich eine Bürgerinitiative hin und spricht davon, dass die Hochlage eine riesige Wand herstellen würde.

Dabei wird aber nicht einfach nur die Hochtrasse samt Lärmschutzwand (oft aus Glas), sondern gleich auch die Oberleitung als Höhe genommen. Außerdem befürchtet man auf der Trasse mehr Güterverkehr, obwohl es für eben diesen den Lainzer Tunnel und den Wienerwaldtunnel gibt.

Dann bezweifelt man auch die Notwendigkeit eines Viertelstundentaktes einer S-Bahnstrecke in der dicht besiedelten Gegenden. Was soll ich sagen, das ist einfach nur noch Comedygold, heutzutage fährt die S80 dort stündlich bis halbstündlich, es gibt Bahnübergänge... ber das scheinen einige ja lieber zu haben.


Das Problem ist einfach, dass fast alle in diesen Bürgerinitiativen keine Ahnung vom System Eisenbahn haben.

Nun gibt es sicherlich Unfugplanungen des Staates, die auf Biegen und Brechen bekämpft werden müssen, wie z.B. Stuttgart 21, die Zweite Stammstrecke oder der dreigleisige Ausbau Pasing - Eichenau.

Keinesfalls aber sollte man etwas verhindern, wo der Staat mal wirklich gut gearbeitet hat, wie z.B. bei der Y-Trasse oder hier beim zweigleisigen Ausbau Bregenz - St. Magrethen.

Der Witz ist ja, dass diese Bürger entweder keine eigenen Lösungen haben oder aber einer guten Lösung wie der Y-Trasse einen totalen Unfug (Alpha E) entgegen setzten.

Umgekehrt beschädigt der Staat auch mit Unfugplanungen, dass man ihm nicht trauen kann. Anstatt beispielsweise die NBS Ulm - Augsburg in Gersthofen einzufädeln, wird jetzt wieder mit einer Variante gearbeitet, die einen dreigleisigen Ausbau der Bestandsstrecke beinhaltet.

Immer wenn ich mit dem Zug in der Schweiz unterwegs bin, stelle ich fest, dass die Fahrgäste bei weitem besser über das System Eisenbahn Bescheid wissen, als bei uns. Da kennen die Fahrgäste dann schon die Zugkreuzungen, wissen über die Betriebsabläufe sehr gut Bescheid, wohingegen bei uns den meisten Fahrgästen noch nicht einmal die einfachsten Dinge geläufig sind.

Zugegeben - das Bahnsystem München ist durchaus komplex, aber dass sich Betriebsstörungen bei der BOB südlich von Holzkirchen im eingleisigen Bereich auf die S7 zwischen Solln und Donnersbergerbrücke übertragen können, sollte nicht allzu viel Intelligenz erfordern.


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