Tunnel Rastatt: Halbstundentakt Mannheim - Basel? (Allgemeines Forum)

Bronnbach Bhf, Mittwoch, 25.07.2018, 22:24 (vor 2813 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von Bronnbach Bhf, Mittwoch, 25.07.2018, 22:26

Hoi,
Wenn der ICE um xx:36 ab Mannheim den Basler 30er-Knoten erreichen soll, sind ja dann die Knoten Offenburg und Freiburg sowieso hinüber.

Das meinte ich eigentlich auch. L12/L43 Einbindung in den 30er Knoten, L20 weiterhin 00 Knoten. Ich hatte bei der L20 dummer Weise die FR Nord im Kopf, wo die L20 vor der L12/43 fährt.

Zur Klarstellung: Trotz Katzenbergtunnel (Fahrzeitverkürzung etwa 8 Minuten) ist die heutige Fahrzeit der L12/43 unverändert zu den letzten 15 Jahren (Ankunft SBB Minute :47). Die Fahrzeitverkürzung des Katzenbergtunnels ist bis heute ungenutzt. Zudem haben L12/43 einen Zwangshalt in Basel Bad Bhf von 6 Minuten wegen fehlender Trasse nach Basel SBB. Kurzum. Die L12/43 könnte heute schon zur Minute 28 in Basel Bad abfahren und wäre zur Minute 35 in Basel SBB. Wenn nun die Abschnitte Müllheim - Schlingen, Haltingen - Weil am Rhein und Weil am Rhein - Rheinbrücke Basel 2026 in Betrieb gehen hat man eine durchgehende NBS für Vmax 250km/h von Müllheim bis Weil am Rhein. Dadurch spart man nochmals 5 bis 6 Minuten ein.

Sofern es möglich ist, in Basel SBB noch zur Minute :29 oder :30 für den 30er Knoten einzufahren, wäre eine Integration von L12/43 in den 30er Knoten von Basel SBB möglich. Aber auch nur dann. Wenn nicht, muss man bis 2030 warten, bis auch der Abschnitt Freiburg Hbf - Müllheim für 200/250km/h ertüchtigt wurde. Nach Fertigstellung der gesamten ABS/NBS wird die Fahrzeit von L12/L43 dann wiefolgt aussehen:
Freiburg ab :00; Basel Bad Bf an :18/ab :19 Basel SBB an :26

Mannheim gen Basel wird (wegen des Korrespondenzhalts) auf immer und ewig Abfahrt zur Minute :36 sein. Mit Fertigstellung Rastätter Tunnel wird Baden-Baden zusätzlich integriert, weil die Kantenfahrzeit für Karlsruhe - Offenburg bei den Takt ICE's bei 30 Minuten verbleibt. Offenburg - Freiburg behält bei den Takt ICE's auch die Kantenfahrzeit von 30 Minuten, trotz Ausbau für 250km/h. Dieser Abschnitt wird der "Entspannungsabschnitt", wo man eine zusätzliche Fahrzeitreserve von 7 Minuten für die Fahrplanstabilität einbaut. Kantenfahrzeit Karlruhe - Basel SBB wird bei den Takt ICE's somit 90 Minuten sein. Die zusätzlich angedachten ICE Linien sowie die Sprinter sollen die Fahrzeitgewinne zwischen Karlsruhe und Basel voll ausschöpfen. Auch deshalb, weil man diese nicht in Baden-Baden/Offenburg halten lassen will.

Bei den Sprintern wird es aber ab 2030 noch interessant, ob die Schweiz mitspielt. Ab 2030 wäre Frankfurt/M. Hbf - Zürich in 3:15h denkbar, mit Halt in Karlsruhe und Basel SBB. Nach Fetigstellung Offenburg-Freiburg für 250km/h in etwas unter 3:10; Frankfurt - Basel SBB in 2:05!!

Also muss doch diese Fahrplanstruktur zwischen Mannheim und Basel sowieso irgendwie neu gestrickt werden, wenn man das mit dem schnellen ICE in den 30er-Knoten Basel SBB und dem langsameren ICE in den 00-Knoten Basel SBB umsetzen möchte. Und genau dort setzt mein Gedankengang eben ein, dass man ein Konzept entwickelt, bei dem die ausgebauten Abschnitte helfen, auf den noch nicht ausgebauten Abschnitten die Streckenkapazitäten durch angleichen der Geschwindigkeiten aller Verkehrsarten zu erhöhen, was eben dort für die ICE vmax 120 km/h bedeuten würde.

Wie geschrieben, geht nicht. Man wird dafür nicht den Korrespondenzhalt in Mannheim und die ITF konformen Halte in Karlsruhe, Offenburg und Freiburg opfern. Das käme einem Kahlschlag bei den Reiseketten im kompletten badischen Raum gleich. Die L20 ist theoretisch flexibler. Aber mehr als an die L12/43 in einen Blockabstand ranrücken geht nicht. Die Fahrzeit auf der Riedbahn ist bei der L20 wiederum zementiert, bis die NBS Frankfurt-Mannheim fertiggestellt ist.

Die Neat wird in knapp zweieinhalb Jahren den Vollbetrieb aufnehmen. Dann werden zwischen Basel und Italien auf der Gotthard- und Lötschbergachse zusammengerechnet bis zu zehn Güterzugtrassen pro Stunde und Richtung angeboten. Der Druck auf DB Netz wird dann deutlich zunehmen, diese Kapazität möglichst auch abnehmen zu können. Die Güterzüge werden dabei auch länger und schwerer, bei verhältnismässig weniger Lokomotiven an der Zugsspitze in Folge der Flachbahn durch die Alpen (gedacht wird an eine sechsachsige Lok für einen 750m-Güterzug).

Dann muss man Druck auf Frankreich ausüben, dass diese ihre Kabotage für das franz. Schienennetz beim GV endlich aufheben... Das das Ausbautempo der Rheintalbahn einfach nur beschämend für uns Deutsche ist, ist außer Frage. Ich schäme mich zutiefst dafür. Dennoch akzeptiere ich nicht, das Deutschland der alleinige Sündenbock ist. Frankreich verstößt mit seinem Kabotagerecht gegen EU Recht. Auch das muss man mal klar zur Sprache bringen. Es gibt auch ab Basel via Mulhouse Gz Korridore durch Frankreich gen Belgien (mit Ziel Antwerpen bzw. Rotterdam).


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum