FDP: Schienenverkehr neu denken – Mit mehr Wettbewerb (Allgemeines Forum)

Henrik, Donnerstag, 29.04.2021, 00:23 (vor 7 Tagen) @ Henrik

Re: FDP Schienenverkehr neu denken – Mit mehr Wettbewerb zu einer attraktiveren Bahn
geschrieben von: Marienfelde
Datum: Heute, 06:54:57

Immerhin macht sich die FDP Gedanken über die Zukunft der Eisenbahn in Deutschland, was ich als positiv bewerte. Hier wird aber auch klarer, woher diese Vorstellungen kommen, hier mal ein "Einstiegslink" zur (deutschen) Wikipedia-Seite über Paul Milgrom: https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Milgrom

Allerdings glaube ich nicht an einen besseren Fernverkehr durch Beseitigung des faktischen Monopols der Deutschen Bahn. Auch halte ich diese Vorstellungen der FDP nicht für koalitionsfähig, auch nicht mit CDU und CSU (mit der SPD und den Grünen auch nicht).

Ich denke, eine mehr am Gemeinwohl orientierte Weiterentwicklung der Deutschen Bahn insgesamt (also nicht nur des Netzes, sondern auch des Betriebs) ist auf lange Sicht die beste Lösung, ohne eine "vergesellschaftete Bahn" überhöhen zu wollen: Vergesellschaftung schützt nicht vor (menschlichen) Fehlern,

Marienfelde.

https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?002,9703164,9705009#msg-9705009

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Den Kommentar finde ich recht gut.

WamS:
Mobilität, so viel ist schon fünf Monate vor der Bundestagswahl klar, wird nicht nur zu einem Wahlkampfthema werden. Auch in den Koalitionsverhandlungen nach dem Urnengang im September dürfte die Frage, wie man mit Auto, Bahn und Flugzeug in Deutschland umgehen wird, eine wichtige Rolle spielen.

naja.. es ist die Welt.
Auto.. Fliegen joa.. ok.. bedingt im Wahlkampf.
Die Bahn aber eher weniger - dazu ist der Bereich zu wenig kontrovers / zu irrelevant.
Vor zwei Wochen veröffentlicht die FDP Bundestagsfraktion dieses Positionspapier.. und nun berichtet einzig die WamS darüber. Und an Corona lags nun wirklich nicht.
Dass die Bahn nun Wahlkampf-Thema gewesen sei in Vergangenheit.. wüsste ich nun auch nicht.
In den Sondierugs- und dann Koalitionsverhandlungen u.a. ja, klar. Das wird dann für uns interessant.
Ich sehe da aber auch nicht, dass es gravierende Unterschiede zum aktuellen Koalitionsvertrag geben wird.
Ein Herausgliedern von DB Netz aus dem DB Konzern sehe ich nicht kommen, wenn wird es aber auch im Konsens mit der Opposition geschehen.
Hinsichtlich des Bestandsnetzes ist das LuFV-Konzept grundsätzlich ein Erfolgsmodell, auch mit dem Finanzierungskreislauf 2.0. LuFVIII ist vereinbart und gilt bis 2030 mit einem sehr hohen Finanzvolumen. Da mag es Veränderungen im Detail mit den Jahren geben, vielleicht auch nochmal finanzielle Aufstockungen, Änderungen der Kontrolle & Sanktionen.
Bei den Projekten des Bedarfsplans, den Aus- und Neubau-Projekte wird es interessant. Da wird es mit den Jahren logischerweise mit den Planungen finanzielle Aufstockungen geben. Da stehen die Grünen aber vor ihrem eigenen Dilemma: mehr Investitionen in die Schiene vs. Ablehnungen von NBS vor Ort. Das wird gewiss interessant.
Bahnverkehr, Fernverkehr attraktiver zu gestalten wird ein Thema werden. Instandhaltung ist da ein Thema, läuft aber auch schon. Eine Senkung der Trassenkosten für den Fernverkehr deutet sich aktuell bereits vor der Wahl an.
Gewiss wird das Ziel beibehalten werden, die Bahn für den Kunden attraktiver zu gestalten und die Verdoppelung der Anzahl der Fahrgäste anzustreben.


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