Neue EU-Fahrgastrechteverordnung in Planung (Allgemeines Forum)

markw, Mittwoch, 04.10.2017, 08:06 (vor 3116 Tagen)

Die EU-Fahrtgastrechteverordnung soll aktualisiert werden:

http://www.railwaygazette.com/news/policy/single-view/view/changes-to-eu-rail-passenger...

Aus meiner Sicht am Relevantesten:

- Bei höherer Gewalt sollen künftig keine Fahrgastrechte mehr gezahlt werden müssen. Das dem bisher so ist, ist Gerichtsurteilen zu verdanken. Aus Fahrgastsicht ein Rückschritt, aus Sicht der EVUs schon irgendwie verständlich. Wobei dies die bisherige Einfachheit der FGR verkompliziert. Wann höhere Gewalt gilt, nicht gilt und wie die EVUs das zu kommunizieren haben, wird sich noch zeigen.

- Es muss klaren Fristen für die Bearbeitung geben. Wobei so weit ich das weiß, dies zumindest in Deutschland eigentlich klar ist (30 Tage).

- Es muss besser über Fahrgastrechte informiert werden, insbesondere darüber müssen Fahrgäste mit verschiedenen Tickets darüber aufgeklärt werden, ob Ihre Rechte für die ganze oder nur einen Teil der Reise gelten.

- Verkehre können (in den nationalen Verordnungen) nicht mehr von den Fahrgastrechten ausgenommen werden. Laut des Artikels wenden bisher nur Belgien, Dänemark, Italien, die Niederlande und Slovenien die volle Fahrgastrechteverordnung hat. Ich bin mir nicht sicher, was das für Deutschland heißt. Mir ist bisher nicht bewusst, dass Verkehre von den Fahrgastrechten ausgenommen sind. Ein Plus für die Fahrgastrechte (und bitter für die EVUs) könnte sein, falls dies heißt, dass "erheblich ermäßigte Fahrkarten" künftig auch volle Fahrgastrechte bekommen.

- Ausweitung der FGR für Menschen mit Behinderungen

LINK zum konkreten EU-Vorschlag.

Kommentar meinerseits:
Der große Wurf ist das nicht. Irgendwie klingt das mehr nach Verschlechterung (höhere Gewalt) als nach Verbesserung (das Gelten von FGR für die gesamte Reise bei verschiedenen Tickets hätte ich schon erwartet).


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum