Intercity ohne Chance - 2/3 der IC-Züge werden eingestellt (Allgemeines Forum)

Lumi25, Donnerstag, 03.08.2017, 15:52 (vor 3190 Tagen) @ Karolinger

Das Problem ist ein ganz anderes...

Seitdem es den ICE gibt versucht die DB AG mehr und mehr ehemalige IC-Verbindungen auf ICE umzustellen obwohl dadurch oftmals KEIN oder nur ein sehr geringer zeitlicher Nutzen entsteht.

Diese Flottenpolitik ging solange auf wie man das Monopol hatte.

Doch diese Zeiten haben sich mit der Öffnung des Marktes für Fernbusse drastisch geändert. Das Problem ist nur die DB AG reagiert darauf nicht sondern macht weiter wie vorher.

Der ICE ist einerseits auf den meisten Routen viel zu langsam um gegen den Kurzstreckenflugverkehr anzukommen andererseits für Autofahrer oftmals unattraktiv.

Umsteigen empfinden viele Reisende als lästig und bei der DB-Pünktlichkeit sind knappe Umstiege auch nicht sonderlich zu empfehlen. Selbst der geplante D-Takt wird daran nicht viel ändern. In der Schweiz kommt man überall alle 30 Minuten hin.

In Deutschland jedoch gibt es etliche RB die nur alle 60 Minuten fahren und hier wirkt sich ein Anschlussverlust ganz anders aus.

Davon mal abgesehen selbst im Vorbildland Schweiz gibt es unterhalb von ICE, ICN, TGV oder zukünftig EC 250 noch anderen Fernverkehr unterhalb auf den gleichen Routen.

In Deutschland dagegen hat man einfach nur den IC als B-Produkt degradiert mit Außenlack eines ICE. Noch einfallsloser geht es nicht.

Die Bilanz von DB Fernverkehr spricht auch eine deutliche Sprache. Man hält sich über Wasser und nicht mehr.

Um mehr Gewinne zu machen müsste man erst mal wegkommen vom ICE-Prestigedenken. Eigentlich müsste der B-Verkehr in Deutschland das Grundgerüst des Fernverkehrs darstellen und mit einem Stadler-KISS oder Desiro HC für 200 km/h kann man die Fahrpreise auch ganz anders kalkulieren als mit einem ICE bzw. HGV-Zügen.


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