Railjet + DB? (Allgemeines Forum)

numi, Sonntag, 14.08.2016, 18:33 (vor 3523 Tagen) @ Axel252525

Zu ersterem: Die Viaggio-Comfort sind bereits als Typ zugelassen (auch als Wageneinheit), wären also nach dem Prinzip "Ich muss nur bauen" ausgeliefert worden.

Genau das war der Hintergedanke bei der Bestellung der IC 2. Man bestellt bewährte Züge aus einem bestehenden Rahmenvertrag. Die DB hatte aber wohl nicht damit gerechnet, dass sich Bombardier so "verkünstelt" und so große Probleme hat, die Züge an aktuelle Normen anzupassen. Es hätte natürlich sein können, dass ein anderer Hersteller es besser kann. Nur wenn wir da an den Velaro D denken, der zwei Jahre zu spät kam wegen Softwareproblemen, dann traue ich da auch Siemens nicht unbedingt so viel zu.

BTW: Wie würden die Dosto-ICs mit 160 eigentlich ins Fahrplangefüge auf z.B. der Nord-Südstrecke (Hannover-Würzburg) passen: Könnten die zwischen den Bahnhöfen einfach durchrutschen und sich dort überholen lassen oder müssten Sie abundzu rechts raus?

Die Auslastung dieser Strecke ist nicht sehr hoch, daher würde ich schätzen, dass man teils recht einfach einen solchen Zug unterbringen könnte. Um es genau zu wissen müsste man das aber wirklich einmal vollständig durchrechnen. Wahrscheinlich müsste man gelegentlich etwas länger in den Bahnhöfen warten, damit es wirklich passt.

Für eine solche Strecke wäre der IC 2 aber auch ziemlich ungeeignet. Er profitiert ja durch die kurzen Haltezeiten und die schnelle Beschleunigung. Nur auf dieser Strecke mit wenigen Zwischenhalten kann er diese Vorteile kaum nutzen und der Nachteil der geringeren Endgeschwindigkeit macht sich stark bemerkbar. Für ein preiswerteres Zugkonzept auf dieser Strecke könnte ich mir diese neuen druckertüchtigten Westbahn Kiss ziemlich gut vorstellen.


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