B-AMS: railjet, ICE 3M, DB-IC, Eurofima 2.0 usw. (Allgemeines Forum)

numi, Samstag, 13.08.2016, 23:13 (vor 3531 Tagen) @ Oscar (NL)

Wieso denn nicht? Gibt es da UIC-Regularien?

Drauf hatte ich ja schon parallel geantwortet. Ja, die neue TSI sieht Radsatzlasten über 20 t nur bis maximal 200 km/h vor.

200 km/h wäre die heutige Variante. Allerdings behindert man dann auf der Rennbahn die ICEs; diese können ja 250 km/h. Wenn man aber nach wie vor Stendal bedienen muss (weil die Stadt ohne Linie 77 keinen regelmässigen Fernverkehr mehr hätte), bringen 230 und 250 km/h wenig.

Ich hatte parallel beschrieben, wie der Kiss im Vergleich zum Railjet mit langsameren Geschwindigkeiten ähnliche Fahrzeiten erreicht. Es gibt da ja durchaus Möglichkeiten. Bei jedem Halt kann man durch schnellere Beschleunigung und einen schnelleren Fahrgastwechsel Zeit sparen. Daher glaube ich auch, dass die 200 km/h ausreichen werden. Man wäre so schneller als heute (wenn man die genannten Faktoren umsetzt) und damit sollte auch ein guter Fahrplan möglich sein.

Wishing it was. Nope, leider haben wir keine 55cm Bahnsteige, das ist mehr oder weniger Voraussetzung für einen sinnvollen Einsatz von Bombardier TwindeXX und Stadler DOSTO.

Nicht so wirklich. Es gibt diese Züge normalerweise auch für 76 cm Bahnsteige. Der RRX (Siemens Desiro HC) bekommt auch 76 cm Einstiege. Auch die Bombardier Twindexx Vario für das Netz Rhein-Main-Neckar-Ried sollen 76 cm Einstiege bekommen. Beim Kiss oder beim Twindexx Express sollte ähnliches daher auch machbar sein.

Beim Thema verschiedene Züge in Europa braucht man eigentlich gar nicht so weit schauen. Alleine hier in Deutschland bei einstöckigen Elektrotriebzügen werden aktuell drei verschiedene Modelle verkauft (Bombardier Talent 2, Stadler Flirt und Alstom Coradia Continental). Auch diese Züge kann man nicht kuppeln. Auch in den Niederlanden werden in dieser Klasse aktuell zwei verschiedene Züge beschafft (Stadler Flirt und CAF Citity). Letztendlich haben wir also viele verschiedene Züge, was dann eben seine Vor- und Nachteile hat.

Wir gehen also immer mehr dazu über, dass nicht mehr viele gleiche Züge beschafft werden, sondern immer für ein bestimmtes Netz. Aber meiner Meinung nach, muss daran ein guter internationaler Verkehr nicht scheitern. Natürlich würde es sich anbieten, sich an eine große Bestellung anzuschließen. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, für diese internationale Strecke separat Fahrzeuge auszuschreiben. Da inzwischen sehr viele Normen gleich sind (es wird ja immer mehr über die TSI geregelt), ist das dann meist gar nicht mal so teuer.


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