Störungsbehandlung (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Montag, 07.05.2012, 22:22 (vor 5082 Tagen) @ Holger2

Mich würde einmal interessieren, wie andere Bahnen Störungen behandeln, wie z.B. Personen im Gleis, oder Notfalleinsätze. Gefühlt ist das ein großer Anteil an den Verspätungen. Wird in der Schweiz oder in Österreich auch auf den Staatsanwalt gewartet? Sind größere Anteile der Strecken eingezäunt? Gibt es keine Bäume entlang der Strecke?

Ob es in CH weniger Gleislatscher gibt, weiss ich nicht aber die notwendige Langsamfahrt kann eher durch die Fahrzeitreserve aufgefangen werden. Häufig ist es nicht.

Das genau Vorgehen beim Notarzteinsatz kenne ich nicht, aber mindestens die Polizei muss sicher aufgeboten werden. Hier hilft aber die hohe Dichte von Ersatzzügen. Die bestehen oft aus Uraltmaterial, was aber immer noch besser als nichts ist.

Eingezäunt wird in der Schweiz ab Tempo 200, in Deutschland mindestens bis Tempo 250 nicht. Frankreich zäunt alle HGV-Strecken ein, hat aber trotzdem noch mehrere Wildunfälle pro Jahr.

Dass die Vegetationskontrolle bei der DB Netz auf's Minium reduziert wurde, hab ich schon anderswo gelesen. Vielleicht eine Sparmassnahme vor dem Börsengang. Vielleicht ist reparieren billiger als zurückschneiden, aber man kriegt halt Verspätungen.

Ich denke schon, dass von all diesen Gründen die grössere Fahrzeitreserve der wichtigste ist, weil sie in allen Situationen hilft.


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