Rechentricks mit der Pünktlichkeit (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Montag, 07.05.2012, 22:04 (vor 5083 Tagen) @ Oscar (NL)

Wobei "pünktlich" an sich wieder ein relativer [1] und auch ein subjektiver [2] Begriff ist.

Klar, aber unter "5-Minuten-Pünktlichkeit" verstehe ich die Wahrscheinlichkeit, dass meine Verspätung unter 5 Minuten liegt. Und das ist halt nicht der Fall, weil der Regionalverkehr zu stark gewichtet ist und weil pünktliche halbleere Züge mitzählen.

Dafür haben die SBB das dichtestbefahrene Netz der Welt: Dem :58-Zug ab Zürich folgen fünf weitere jeweils im 2-Minuten-Abstand; wenn er ein Problem hat, sind sofort fünf weitere verspätet.


Aber auch nur wenn all diese Züge vom selben Gleis abfahren.

Tun sie nicht, aber auf der Strecke ist bis Killwangen ist das Paket hintereinander unterwegs - und dort darf dann nichts passieren. Die Strecke ist zwar vierspurig, aber die anderen beiden Gleise sind für die S-Bahn. Selbst wenn sie genutzt werden können, kommt es sicherlich zu Verspätungen.

[Fahrzeitreserven]


Es wird schon anders, wenn aus 3:26 3:36 wird, oder es von 5:09 nach 5:24 geht. Wir Möchtegern-Fahrplanschreiber werden das wohl akzeptieren, aber Otto Normalbahnfahrer auch? Die Lokalpolitiker? Die Immobilien-Investoren?

Wenn dafür die Zahl der verpassten Anschlüsse sinkt, hat man mindestens einen Teil der verlorenen Zeit wieder hereingeholt. Fahrzeitreserven sind übrigens auch ökologisch: Falls sie nicht benötigt werden, kann durch langsameres Fahren Energie gespart werden.


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