echter HGV und München-Hamburg (Allgemeines Forum)

Henrik, Donnerstag, 31.03.2011, 18:16 (vor 5486 Tagen) @ Oscar (NL)

Wäre echter HGV eine EU-Vorschrift, dann wären die IC/ICE 1/ICE 2 wohl durch echte HGV-Züge wie Siemens Velaro, Bombardier Zefiro oder Alstom AGV ersetzt.
DB hat aber erklärt, dass sie vorerst "keinen vollwertigen ICE" als Nachfolger der drei Zugtypen braucht, daher also die IC250-Triebwagen.

eine solche EU-Vorschrift von oben herab würde es nicht geben, das kommt dann von den Mitgliedsstaaten selbst.

Bin ich mir nicht sicher. Was ist das denn hier? Zitat:

Other goals include ‘completion of a European high speed rail network’ to allow ‘the majority of medium-distance passenger transport’ to be carried by rail.

"Medium-distance passenger transport" ist ein relativer Begriff. Mal googlen:

kommt drauf an, was Du genau als EU-Vorschrift in diesem Zusammenhang ansiehst.
Eine Vorschrift an sich wird es diesbezüglich nicht geben, nichtmal Empfehlung.
Das sind ja eher Ziele & Wünsche, die Umsetzung bleibt den Mitgliedsstaaten überlassen.

Was mittlere Distanzen sind, bei denen es gelingt, Verkehr vom Flugverkehr hin zur Schiene zu verlagern, ist bekannt. Das sind Entfernungen von 300 km & mehr mit Bahnfahrzeiten von höchstens 3-3,5 Stunden.

Solche Umfahrungen müssen sich auch rentieren, sowohl vom Fahrgastaufkommen als auch von der Investition und auch raumordnerisch möglich sein und dann eben im vorhinein geplant sein.

Und politisch gewollt sein.
Mannheim durfte alle Kriterien erfüllen, ist aber politisch nicht gewollt.

....und raumordnerisch als "nicht raumverträglich" eingestuft.

Jetzt anschließend wäre das bzgl. Göttingen, Kassel & Fulda nicht mehr möglich.

Bin ich mir nicht sicher. Die Wahl wäre:

1. Nullvariante = Ist-Zustand erhalten und akzeptieren, dass Strecken wie München-Hannover nach wie vor geflogen werden;
2. Rennbahn Nürnberg-Würzburg + Behebung der 4 Lafas (Würzburg, Fulda, Kassel, Göttingen)
3. Rennbahn Erfurt-Hannover.

An 1. wird man nicht sehr drumherum kommen.
Nürnberg-Würzburg wird man ggf. weiter ausbessern / ausbauen können - zu mehr reicht es dort nicht.
Der Raum Kassel steht ganz gut da, in Fulda wie auch Göttingen sehe ich keine Möglichkeiten.
Für ABS/NBS von Erfurt in westlicher Richtung ist wohl der Zug endgültig abgefahren,
der Bedarf wird da eher abnehmen.

Rein nur für den Flugverkehr lohnen sich derlei Ausbauten eh nicht.

Ich weiß nicht was billiger ist: 2 oder 3 (ICE-T-Fan?). Alternative 1 sowieso.
Einiges ist auch abhängig von der Anzahl der Flüge zwischen einerseits M/N und andererseits H/HH. Wieviele Flüge könnte man pro Tag "verbahnen": 10, 20, 50, 100?

Bei meinem Flug München-Hannover sparte ich über 2 Stunden und auch noch Geld.
2 Stunden würde man nicht rausholen können.
Gewiss fallen einige Flüge weg, wenn man die Relation um eine halbe Stunde beschleunigt,
aber das kommt durch die ICX sowieso.

Die Y-Trasse kommt wohl ja noch, das gibt dann nochmal ein paar Minuten.

Bei der Y-Trasse durfte Cargo wichtiger sein. Die Wahl wäre:
1. Nullvariante = keine Y-Trasse
2. Cargobahn, ICE via bestehende Strecken, ggf. ausgebaut
3. Rennbahn, Cargo via Altstrecken
4. Mischbetrieb = HGV und Cargo durcheinander über eine Strecke

1. fällt weg, da die Altstrecke völlig überlastet ist.
2. würde keine Beschleunigung für den FV bringen und den NV nicht entlasten, große Ausbauten machen die Städte nicht mit.
Es wird 4. bzw. 5.: HGV & GV auf der Y-Trasse und zusätzliche Trassen für GV auf der Altstrecke.


Gruß,
Henrik


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