Beschleunigung zählt, nicht Zugkraft (Allgemeines Forum)

Sese, Dienstag, 01.02.2011, 11:58 (vor 5588 Tagen) @ Mario

Ich habe die Zahlen jetzt nicht näher nachgeprüft, aber aus den 0,01 m/s² jetzt eine wirklich schlechtere Beschleunigung als Fazit zu ziehen, ist schon etwas übertrieben. Das ist ein minimaler Unterschied, der praktisch nicht ins Gewicht fällt. Wenn ich nach der einfachen Formel t=v/a mal die Zeit bis auf 76 km/h rechne, dann komme ich hier auf einen Unterschied von nichtmal einer halben Sekunde zwischen beiden! Und wie gesehen beschleunigt der Velaro danach noch etwas besser als der AGV bis hin zu 320 km/h, wo es sich wieder geringfügig dreht, was jedoch im Endeffekt aufs Gleiche rauskommen wird. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Ich glaube ohnehin kaum, dass man aus dem doch recht groben Diagramm von Alstom irgendwelche belastbaren Rückschlüsse auf das Beschleunigungsverhalten 2 Stellen hinter dem Komma ziehen kann. Insbesondere die Vernachlässigung der Fahrwiderstände macht die ganze Sache extrem ungenau. Nimmt man nämlich bei 320 km/h die Differenz aus 15-kV-Zugkraftennlinie und Fahrwiderstanskennlinie der Ebene, bekommt man nur noch rund 20 kN Beschleunigungskraft. Der Rest geht für die Tilgung der Fahrwiderstände drauf. Dann bekommt man nur noch 0,05irgendwas m/s² raus statt 0,21. Was übrigens beim Velaro D nicht anderes ist, weshalb es m. E. für eine belastbare Aussage zur Fahrdynamik (welcher nun wo wie konkret besser beschleunigt) konkrete Berechnungen mit den Fahrwiderstandsgleichungen beider Fahrzeuge braucht.

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Grüße,
Sese


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