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ICE 1612, Samstag, 29.01.2011, 21:23 (vor 5591 Tagen) @ GUB

Ging überhaupt nicht um die Linie 28, ist nämlich nirgens davon die Rede ;) Geht darum dass Züge München-Hamburg/Bremen, die Verbindung der großen Städte, in Donauwörth und Treuchtlingen halten. Zumindest knapp die Hälfte, grade immer die nach Bremen.

Das stimmt nicht. Es halten in Richtung Norden zwei ICE der Linie Hamburg-München in Donauwörth (7:52 und 19:52), einer davon auch in Treuchtlingen (20:11). In Richtung Süden halten vier ICE in Donauwörth (16:08, 18:08, 20:23, 22:08). Insgesamt verkehren aber ab München etwa 14 ICE Richtung Norden (je nach Wochentag), und es kommen auch etwa genauso viele zurück. Von diesen Fahren verkehren insgesamt etwa die Hälfte über Augsburg. Für die vier ICEs aus Hamburg/Bremen verlor übrigens Donauwörth beide ICEs aus Berlin (Linie 28, bis auf Fr und So) und zwei Allgäu-Franken-Expresse, die eine wesentlich bessere Anbindung wegen der Führung über Nürnberg darstellen (in Würzburg ist kein Umstieg Richtung Berlin/Leipzig möglich).
(Kommt mir jetzt nicht mit Göttingen oder Fulda, die Route dauert spätestens ab 2013 wieder länger als die über Nürnberg-Leipzig...)

Für dieses Produkt, den ICE, sind diese Halte einfach falsch, zumal mit Augsburg und Würzburg an den strategisch wichtigen Punkten sowieso gehalten wird.

Die Halte sind keine Systemhalte und dienen hauptsächlich dem Berufsverkehr. Vor allem der ICE um 7:52 wird aus Richtung München von einigen Pendlern zu Eurocopter nach Donauwörth benutzt (ich komme immer auf etwa 60 aussteigende Fahrgäste in Donauwörth). Dasselbe gilt für den Zug um 16:08 in die Gegenrichtung.

Allerdings bringt der ICE-Halt in Donauwörth aus Richtung Norden nur Fahrgästen zwischen Meitingen und Donauwörth einen Vorteil (nehmen wir jetzt mal den Zug mit der Ankunft um 22:06 aus), da mit der Ankunft um :06 die Regionalzüge nach Ingolstadt, Ulm und Aalen knapp verpasst werden. In Richtung Süden ist aber eine gute Verknüpfung der ICEs Hamburg-München mit dem Regionalverkehr aus Ulm, Aalen, Treuchtlingen und Ingolstadt gegeben.

Überhaupt sollte man diese Züge alle über die NIM schicken, die Augsburger haben eine gute Anbindung nach Ingolstadt und den ICE Richtung Stuttgart/Frankfurt. Darum gehts, solche Linienverläufe wären sinnvoller als Züge die nur auf einem viertel der Strecke ihre Geschwindigkeit ausfahren und bei denen dann der Materialverschleiß so hoch ist, dass sie viel Wartung brauchen, man sieht ja was passiert...

Die Anbindung Augsburgs nach Ingolstadt mit der BRB ist zwar nicht schlecht, aber von der Fahrzeit her genauso, als würde man die Route mit dem ICE über München wählen. Immerhin ist Augsburg die drittgrößte Stadt Bayerns. Zudem ist ein Fahrgastrückgang zu erwarten, schickte man alle drei ICEs über Ingolstadt, denn der Berlin-ICE würde direkt dem Hamburg-ICE folgen (Situation mit GNT, nach der derzeitigen Fahrplanlage und Führung der L28 wären es im Zwei-Stunden-Takt Berlin-ICE und Ruhrgebiet-ICE). Somit würden die sowieso schon gut ausgelasteten 440er aus Augsburg Richtung Treuchtlingen(--> Nürnberg) (als Zubringer) noch voller, während der letztere der beiden ICEs halb leer (ist übertrieben, aber mehr Fahrgäste werden es mit Sicherheit nicht) über Ingolstadt fährt.

Deinem Argument mit dem Materialverschleiß kann ich nicht folgen. Der Materialverschleiß ist genau dann höher, wenn mit höherer Geschwindigkeit gefahren wird (aufgewirbelter Schotter etc.). Deswegen ja auch die Vmax-Beschränkung wegen der Eisbrocken im Winter.


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