Mottgers-Spange? (Allgemeines Forum)

naseweiß, Dienstag, 16.11.2010, 00:12 (vor 5640 Tagen) @ Oscar (NL)

Ich verstehe überhaupt nicht, wie die Mottgers-Spange einen Zeitgewinn erzielen sollte.

Wieso nicht? Frankfurt-Gelnhausen rund 20 min, Gelnhausen-Mottgers-Würzburg rund 30 min (genauso wie Fulda-Mottgers-Würzburg) und schon hat man mit 50 min einiges weniger als die heutigen 65-70 min über die Main-Spessart-Bahn. Nach Fulda ist der Zeitgewinn wohl niedriger anzusetzen, grob vielleicht 45 min statt 55 min.

Die Strecke F-FD ist schon stark belegt (F-KS-HH/B, F-EF-L-DD, Regio, Cargo) und nicht HGV-tauglich. Dazu sollen also auch noch die F-WÜ-N Züge kommen?

Ja, und? Ob Mottgers oder nicht: Auf Frankfurt - Hanau teilen sich alle drei FV-Routen (Göttingen, Erfurt, Würzburg) sowieso zwei Gleise. [Und wenn jetzt noch ein Schlaumeier mit der Nordmainischen kommt: Frankfurt Hbf - Frankfürt Süd definitiv. Und wenn man dort schon den Blockabstand braucht, dann macht es ab/bis Hanau keinen Unterschied.] Hanau-Wolfgang - Hailer-Meerholz (bei Gelnhausen) ist heute schon dreigleisig und soll mit der Mottgersspange durch Gelnhausen hindurch viergleisig werden, bwz. die FV-Gleise werden nahtlos in die NBS übergehen. Kapazitiv ist das kein Problem. Im Gegenteil: Eine der wenigen deutschen SFS, die schon vom Start weg sehr gut genutzt wäre.

Sowieso würde ich eher die Frage stellen: "welche Fahrzeit sei realistisch machbar?"
Ist-Zeit ist 2:05, das kann man wunderbar auf 120 Minuten Kantenzeit bringen.
Im Idealfall wäre es etwa F-(30)-AB-(30)-WÜ-(60)-N.
Aber das durfte vielen ICE-Fans natürlich wieder zu langsam sein...

Das wird schwierig. Realitischer wäre dagegen F-(30)-AB-(35)-WÜ-(55)-N, also ein verzogener Knoten Würzburg! 55 auf Wü-Nü sind schon heute möglich, 30 auf Ab-Wü sehr schwierig. 35 könnte fast schon die bereits geplante neue Spessartrampe ermöglichen. Ein paar kleinere Maßnahmen und die 2 h Kantenzeit wären drin. Ich finde, das sollte längerfritig reichen. Wenn man richtigen HGV will, dann soll Bypässe für Mannheim und Ulm bauen und entsprechend auf dieser Route fahren.

Witz am Rande: Mit Neigetechnik wäre F-N in 2 h (Kantenzeit!) schon heute möglich. Die neue ICE-T-Linie Dortmund-Wien erfuhr nur östlich Nürnbergs eine Beschleunigung, im Spessart und Steigerwald wird das Potential nicht genutzt. Zugegeben, für den Rennbahnverkehr Köln-München ist das keine Option.

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