OT: radikale Republikaner und extremistische Linke (Allgemeines Forum)

Jogi, Donnerstag, 29.07.2010, 10:15 (vor 5818 Tagen) @ Zugreisender

Was das soll?
Das frage ich mich auch, aber das solltest eher du wissen, da du hier anfingst die Reps zu verharmlosen.

Zitiere doch bitte mal Textstellen von Henrik, die zum ersten abweichend von deinem wikipedia-Zusammenschnitt sind und zweitens die REP-Vollpfosten verharmlosen. Ich habe die Beiträge jetzt zig Mal durchgelesen, aber nichts passendes gefunden.

Und ja, mein letzter Beitrag ist eine Kurzfassung von Wikipadia, und dieser verharmlost die Reps eben gar nicht so wie du es getan hast. Und genau das sollte dir zu denken geben!

Deine "Kurzfassung" (Absätze sind übrigens nicht verboten ;) sagt genau das aus, wovon Henrik sprach: um 1992 war die Partei dem Rechtsextremismus nicht glasklar (!) zuzuordnen (Zitate aus dem enstrechenden Beitrag vom 28. Juli, 23.50 Uhr mit eigenen Hervorhebungen):

Die Republikaner wurden ab [Ende des Jahres] 1992 vom Bundesamt für Verfassungsschutz unter dem Verdacht einer rechtsextremistischen Bestrebung aufgeführt [...]

Es handelt sich wie bei der Parteigründung meist um ehemalige CDU/CSU-Wähler, denen deren Politik nicht mehr „rechts“ genug ist, was an den [wohlhabenden süddeutschen] Hochburgen deutlich wird [...]. Weltanschaulich hat ein Großteil der REP-Wähler mehreren Studien zufolge ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild. Immer wieder wird die Frage diskutiert, ob und wieweit die Republikaner als rechtsextrem anzusehen sind. Die Politikwissenschaft ist einig darin, daß die Republikaner einige rechtsextremistische Positionen im politischen Spektrum vertreten[,] konservative bis hin zu weit rechts stehende Parteimitglieder haben und Wähler aus allen politischen Lagern ansprechen wollen. Da das Parteiprogramm der REP sowohl konservative, im Rahmen der freiheitlichen demokratischen Grundordnung vertretbare Forderungen als auch solche, die als rechtsextrem gedeutet werden können, enthält, ist die Grenzziehung zum Rechtsextremismus umstritten. Generelle Einigkeit besteht jedoch darin, daß die Republikaner die moderateste unter den Parteien im äußerst rechten Spektrum (REP, DVU und NPD) sind.

Daraus ergibt sich also, dass die REP rechtsextreme wie auch stark konservative Tendenzen aufweist.
Es dreht sich also um die Frage, inwieweit Rechtsradikalismus mit Rechtsextremismus Schnittmengen aufweist. Da liefert eine Begriffserklärung bei wikipedia zunächst einen interessanten Ansatz: "[Rechtsradikalismus] wird in der politischen Literatur bzw. Diskussion häufig synonym für Rechtsextremismus gebraucht." Auch wenn das semantisch nicht der Wahrheit letzter Schluss ist, scheint es doch einige Überlappungen zu geben. Man kann sagen, dass eine radikale Haltung etwas schwächer ist als eine extreme. Das dürfte als Definition für unsere Zwecke genügen.

Da die REP, um stark konservative Wähler ansprechen zu können, entsprechende Punkte im Programm haben musste, scheint die Bezeichnung, dass sie um 1992 herum rechtsradikal war, angemessen - wenn auch nicht vollständig adäquat. Eine Verharmlosung der Partei, wie Du es unterstellst, lässt sich daraus jedoch definitiv nicht ableiten.

Also nochmal die Frage: wo verharmlost Henrik die REP-Vollpfosten?

Grüße, Jogi


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