Ist das nicht alles ziemlich geheuchelt? (Allgemeines Forum)

Henrik, Mittwoch, 28.07.2010, 01:20 (vor 5819 Tagen) @ Steffen

die Frage stelle ich, weil ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass es längst nicht mehr darum geht, allein S21 zu kippen, sondern die Neubaustrecke gleich mit.


ich sehe den Aufschrei nicht, dass man sich gegen die NBS wendet,

Das direkte vorherige Posting von Fahrplanschreiber las sich schon vom Tenor danach.

sondern man nimmt die Kostensteigerung als weiterer "Beweis", dass Politiker Kosten lange verschweigen, Projektverantwortliche die Kosten immer unter dem untersten Limit angeben (in wieweit sie das tun kann ich nicht sagen) und es auf "wundersame Weise" zu einer enormen Kostensteigerung kommt - das quasi in Analogie zum Kellerbahnhof.

So erscheint es Dir, so wird es halt in den Medien immer wieder suggeriert, dargestellt.
Im Klammerausdruck fehlt ein Komma, recht passend,
"in wieweit sie es tun" oder eben viel mehr eine Stelle weiter,
"in wieweit sie es tun können", "in wieweit sie es denn tun könnten". -.-
Wenn sie es falsch machen, ist der nächste Auftrag futsch oder sie haben gar ne fette Klage am Hals. Man denke nur mal an Köln-Rhein/Main, wo ja heftigst Köpfe gerollt sind.

Mit so einer Denkweise kommt man ja auch schnell auf so Verschwörungsthesen,
die Politker, Ingenieure, Planer, ach alle da oben da, da stecken sie doch alle unter einer Decke, sprechen sich heimlich ab und verabreden ganz heimlich, dass sie erst 4 Jahre später mit den wahren Kosten an die Öffentlichkeit gehen.....

Und vor allem:
Das mit den bösen blöden Politkern und Planern und den Kostensteigerungen, das geschieht nur bei der bösen aktuellen NBS-Planung, bei einer alternativen NBS-Planung gäbe es natürliuch überhaupt keine Kostensteigerungen.... -.-
bei K21 selbstverständlich ebenso.^^

Sicher, das sind alles so emotionale Denkensweisen, um Rationalität geht es da weniger.

Das ist meine möglichst objektive Einschätzung des Aufschreis, unabhängig von meiner Meinung zu S21. Denn ich glaube nicht, dass die S21-Gegner die NBS ablehnen, sie aber trotzdem in ihr K21-Konzept einzeichnen. Außerdem dürfte es auch darum gehen, die Verantwortlichen (das sind ja beim Bahnhof und bei der NBS die selben) unter Druck zu setzen.

S21-Gegner ist ja nicht gleich S21-Gegner.
Es gibt sicher auch etliche S21-Gegner, die genauso auch gegen eine alternative NBS sind.

Verantwortlichen unter Druck setzen?
(mal abgesehen davon, was das heißen soll, die Aufgabenträger sind schon grundverschieden)
Inwiefern und wieso, wozu? Das wäre dann doch eher unsachlich, unlauter...


Gruß,
Henrik


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