Datenschutzfreundliche Lösung (Fahrkarten und Angebote)

gnampf, Dienstag, 15.07.2025, 12:49 (vor 273 Tagen) @ sflori

Es gibt da derzeit in Deutschland nur zwei Verfahren gegen Missbrauch:
a) Personalisierung und b) Ausdrucken auf fälschungssicheres Papier

und in der Praxis dann nur b, da der Ausweis sehr selten kontrolliert wird. Das personalisierte Onlineticket beguenstigt insofern den Missbrauch sogar noch.
Und auch Online-Ticket ginge problemlos ohne Personalisierung, wenn man wollte. Man muesste nur die Scans pruefen, und z.B. bei der Kontrolle hinterlegen wo das Ticket gescannt wurde. Wird es an anderer Stelle im Zug erneut gescannt, dann wird geschaut ob derjenige sich wirklich umgesetzt hat, oder am ersten Platz immer noch das identische Ticket vorliegt. Und dann gibts halt 2 x 60. Im NV sicher etwas aufwendiger als im FV, aber trotzdem noch besser als wenn personalisierte Tickets einfach ohne Ausweis durchgewunken werden.
Denkbar sind sicher auch andere Varianten.

Die Lösung wäre hier, dass man c) eine fälschungssichere Identifikationskarte kaufen könnte, die nicht personalisiert ist. Die kann ja sogar anonym sein. Das Ticket würde dann auf diese Karte gebucht werden. Die Karte kann man natürlich dann bei Bedarf weitergeben.

fragt sich halt, wie man das Ticket dann da drauf bucht? Das waere dann in meinen AUgen auch nur eine Loesung fuer Orte, an denen man auch Fahrkartenpapier verwenden kann... Automaten und personenbedienter Verkauf. Vom Handy aus mags noch gehen per NFC, aber da wirds schon schwieriger sicherzustellen das nur 1 Karte beschrieben wird, und es braucht eine App, die sich wieder auf Daten vom Handy stuetzen kann... somit nicht mehr anonym, kontrollieren kann man schwer was auf der Karte landet, ausser man wuerde sich mal fuer einen wirklich offenen Standard entscheiden.

Die Identifikationskarte müsste also ausreichend teuer sein, um den Graumarkt zu unterbinden.

Identifikationskarte ist ein schlechtes Wort, denn das ist ja wieder das Gegenteil von anonym. Eine wirklich anonyme Karte koennte man ja auch einfach tauschen, da spielt es keine Rolle wie teuer die ist. Aber ein echter Markt fuer Sparpreis-Weiterverkaeufer entsteht vermutlich trotzdem nicht, denn die Preise werden dann eher hoch wenn der Zug bald faehrt, da ist dann aber nichts mehr mit phsyischem Kartenversand.

Und rein prinzipiell schuetzt natuerlich auch die Karte nicht vor Missbrauch, genauso wie eine Fahrkarte auf Fahrkartenpapier auch nicht. Und ein Online-Ticket bei dem der Ausweis nicht kontrolliert wird auch nicht.


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